Hochtourenwoche Ötztaler Alpen


Untertitel: 
Eine Woche zwischen Vent und Obergurgl

Tourenbericht Hochtourenwoche Ötztaler Alpen 2015, anstelle der geplanten Grundausbildung

Prolog

Ötztal. Schon wieder? Jeder kennt die Ecke, selbst Nicht-Bergsteigern ist das ein Begriff. Tausendmal beschrieben, selbst war ich auch schon x-mal da. Immer wieder wollen alle auf Wildspitze, Similaun und Co. Warum schon wieder?

Wenn ich bei diesen Touren abends vor der Breslauer Hütte sitze und über meinem Feierabendbier steigt der Mond über die im letzten Licht glänzenden Gipfel der Ramolkögel, dann komme ich ins grübeln: Dort müsste man doch mal...?

Lange musste die Verwirklichung dieser Idee warten. Die Beschreibungen der Touren in dem Gebiet waren einhelliger Meinung; einsam, anstrengend, ungemütlich, gefährlich….
Da ich gerade in einer Phase des Lebens war, die durch das (fast) unvermeidliche „Kind zeugen, Haus bauen, Baum pflanzen...“ geprägt war, fehlte ein wenig die Übung und der Mumm, die Sache richtig anzugehen.

Nun sieht die Welt inzwischen ein wenig anders aus, seit etlichen Jahren bin ich als Tourenleiter für die Sektion Krefeld unterwegs und es fand sich eine Gruppe zusammen, mit der ich dieses Abenteuer wagen wollte. Ist es überhaupt so schlimm, immerhin sind alle Berichte subjektiv…

Vorweg ist zu sagen, es war eine einmalige Tour. Die Woche über hatten wir sehr stabile Wetterverhältnisse, Einsam ist es dort wirklich, ganz anders als auf der viel begangenen Venter Runde in all ihren Varianten. Ziemlich anstrengend war die eine oder andere Tagesetappe schon. Die Orientierung erfordert oftmals schon etwas Erfahrung, aber als ungemütlich oder gar gefährlich würde ich das Bergsteigen zwischen Hochwilde und Ramolkogel nun nicht unbedingt beschreiben. Solange man sich auf den Normalwegen der jeweiligen Gipfel bewegt und die Verhältnisse passen.

Markus Becker, an einem furchtbar regnerischen Tag im August 2015

Samstag 18.7.

Wenn sich sechs Flachlandtiroler vom Niederrhein aus ins Hochgebirge aufmachen ist die Taktik der Anreise nicht ganz unwichtig. Diesmal ging es ein wenig daneben. Durchgängiger Stau von Memmingen bis Imst haben unsere Nerven schon strapaziert. Dann noch dieser schier endlose Fahrweg von Vent zur Martin Busch Hütte. Immerhin waren wir noch zeitig vor dem Abendessen oben. Nach erfolgter Sättigung waren wir dann schnell müde und fielen einer nach dem anderen sehr zeitig ins Bett.

Sonntag 19.7.

Nach gemütlichem Frühstück sind wir erst um 8.00 Uhr los gewandert zum Saykogel (3361 m). Da uns dieser Tag zum Eingewöhnen dienen sollte, gingen wir mit wenig Gepäck und mit vielen Pausen recht gemütlich in drei Stunden zum Gipfel. Dort oben haben wir zwecks Akklimatisation eine sehr lange Gipfelrast gehalten. Dieser Weg ist auch der Übergang von der Martin Busch Hütte zum Hochjochhospiz, entsprechend Verkehr ist dort oben und wir können Sprachen aus aller Herren Länder vernehmen.

 

Bild 1: Aufbruch zum Saykogel. Der Gipfel ist ganz oben senkrecht über der Markierung zu erkennen.

Montag 20.7.

6.00 Uhr. Jetzt wird’s ernst. Der heutige Weg verspricht so was wie die Schlüsseletappe dieser Woche zu sein. Wir wollen über das Schalfkogeljoch rüber zum Hochwildehaus. Sozusagen vom Venter Gebiet ins Gurgler Tal. Im Führer ist dieser etwa 8-10 stündige Weg mit ein paar dürren Worten beschrieben. Das heißt soviel wie: Seht selber zu wie Ihr klarkommt.

Bild 2: Fast weglos unterwegs im Schalfbachtal. Im Hintergrund ist die Martin Busch Hütte zu sehen.

Und noch was: Wir sind den ganzen Tag über keiner Menschenseele begegnet.  Und auch die folgenden Tage wurde dieser Weg nicht begangen. Es gibt also auch im Ötztal noch lohnende Wege ohne Massenandrang.

Das Wetter heute früh passt schon mal, nachts hatte es gewittert, aber nun ist alles wieder Blau und soll laut Bericht auch so bleiben. Gemeinerweise startet die Tour in die falsche Richtung und auch noch bergab; Mit kalten Gliedern geht’s erst mal steil hinab, 200 Höhenmeter runter zum Steg über den Abfluß des Marzellferners.

Einmal über den Bach geht es tendenziell leicht ansteigend in ständigem Auf und Ab in das wunderschöne Schalfbachtal hinein. Bis zum Steg, der den Schalfbach bei etwa 2450 m überquert sind Markierungen und stückweise auch Wegspuren vorhanden, danach verlieren sie sich nach und nach und es geht vollkommen frei dahin. Ursprünglicher kann ein Tal kaum sein. Bis auf etwa 2600 m sind wir im Talgrund aufgestiegen.
  

Bild 3: Tiefblick aus der steilen Geröllflanke im Aufstieg zum Schalfkogeljoch. Hier haben wir etwas
mehr als die Hälfte des Anstiegs hinter uns.

Dann mussten wir uns bald einen Weg durch die steile Geröllflanke suchen, die uns zum 500 Meter höherliegenden nördlichen Schalfferner führt. Diese 300 Höhenmeter durch die Flanke waren schon mal sehr abenteuerlich und haben etliche Körner gekostet. Dafür war der Weiterweg durch das Kar hoch zum Gletscher einfach zu finden und nicht mehr ganz so steil. Das inzwischen durch die Klimaerwärmung weit ausgeaperte Schalfkogeljoch haben wir nun schon die ganze Zeit vor Augen. Angeseilt ging es die letzten Höhenmeter über den Gletscher bis unter die Felsen des Joches. Dort leitet ein kurzes Drahtseil hinauf zu massiven Sicherungsstangen, die im 20 m Abstand den Weg nach oben weisen.

Um 14.00 Uhr sitzen wir endlich dort oben und lassen den Blick ins Gebiet um Obergurgl schweifen. Den Gipfel des Schalfkogel lassen wir für dieses Mal links liegen, keiner hat im Moment genug Motivation für weitere Höhenmeter.

Der Abstieg über den ziemlich steilen Kleinleitenferner war dann gar nicht so spektakulär, recht einfach und spaltenfrei geht es bergab, bis auf der nördlichen Seite des Gletschers der Übergang auf die Felsen gut möglich ist. Kurz darauf bestätigt eine fette Markierung das wir richtig sind. Ab hier gibt es tatsächlich wieder regelmäßige Wegmarkierung und auch so was wie Wegspur. Sehr steil geht es runter Richtung Gurgler Ferner.

Etwas weiter unten sieht man wieder die Folgen des Klimawandels. Der massive Volumenschwund des Gurgler Ferners sorgt für immer mehr Instabilität der Berghänge oberhalb seines Randes. So gibt es auch just hier, wo jahrzehntelang der Weg verlief, ein riesiges durch Bergsturz gefährdetes Gebiet. Eine zwei bis drei Meter breite Spalte zieht sich durch den Fels, und direkt oberhalb davon geht der neu angelegte Umweg weiträumig daran entlang. So erreichen wir den großen Gletscher erst einige hundert Meter weiter nördlich als früher üblich.

Der nach der Querung der Gletscherzunge folgende gemein steile Gegenanstieg fordert dann die restlichen verbliebenen Reserven, so das das Radler auf der Hüttenterrasse des Hochwilde Hauses mal so richtig zischt.

Wie der Berg gegenüber gibt auch diese Hütte langsam dem tauenden Permafrost nach. Anscheinend wurden in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts noch keine Gedanken an eine Klimaerwärmung verschwendet. Also wurde das Haus zum Teil auf gewachsenem Fels und zum Teil auf hartem Permafrostboden gebaut. Nun ja, dieser Boden ist inzwischen nicht mehr ganz so hart…

Bild 4: Der bekannte Postkarten Anblick des Hochwilde Hauses hat sich etwas gewandelt. Auftauender
Permafrost macht eine Stabilisierung des Hauses nötig

Eine waghalsige Konstruktion, die wie eine Spange um das Haus gelegt ist, soll es nochmal für einige Zeit stabilisieren, bis die Sektion Karlsruhe eine endgültige Lösung gefunden hat. Es wäre sehr schade um dieses herrliche Haus. Schon 2007 war ich eine Woche mit einer kleinen Gruppe dort oben. Damals wie auch dieses Mal haben wir uns alle super wohl gefühlt. Man merkt einfach, das die Wirtsleute Ihr Haus, ihre Arbeit und die Gäste lieben. Trotzdem ist es hier nie überfüllt.

Dienstag 21.7.

Da der gestrige Tag doch einige an die Konditionsgrenzen gebracht hat, lassen wir es heute ganz ruhig angehen. Zwei gehen den neu angelegten Klettersteig auf den Schwärzenkamm, einer genehmigt sich ein zweites Frühstück auf der Langtalereckhütte, der eine oder andere badet in einem Bergsee, wieder andere zieht es hoch zum Gletscher, wo man sich in völliger Einsamkeit zwischen den Steinmännern in die Sonne legen und der Erde bei der Rotation zusehen kann. So vergeht ein sonniger Tag, und da der Wetterbericht immer noch nicht drängt, haben wir nicht mal das Gefühl etwas versäumt zu haben.

Bild 5: Steinmänner auf dem Weg zur Hochwilde.

Mittwoch 22.7.

Mit frischen Kräften wollen wir heute einen der schönsten Gipfel der Ostalpen besteigen: Die Hochwilde (Nordgipfel, 3461 m).

Nachdem wir schon früh das reichhaltige Frühstücksbuffet geplündert haben gehen wir im kühlen Schatten des Schwärzenkammes hinauf zum Anseilplatz am Gletscherbeginn. Da es schon seit Tagen auch nachts nicht mehr friert, ist das Eis an seiner Oberfläche sehr weich. Etliche Schmelzwasserpfützen sorgen schon jetzt für nasse Socken. Zügig marschieren wir durch einen zwar weichen aber gleichmäßig spurbaren Schnee aufwärts, ziehen bald durch die Lücke zwischen Annakogel und Mitterkamm und laufen im Schatten des Annakogels durch eine grandiose Schnee- und Eisszenerie hoch bis unter den felsigen Gipfelaufbau der Hochwilde.
 

Bild 6: Noch ist es ein gute Stunde bis zum Gipfel der Hochwilde.

Leider ist der schöne Eisgrat an der Nordkante des Hochwilde Gipfels nicht mehr existent, so geht der letzte steile Anstieg durch die westliche Flanke rauf zum Beginn des Drahtseils. Durch die hervorragende Absicherung mittels durchgehendem Drahtseil geht es fix bis unters Gipfelkreuz. Nachdem ein entgegenkommender Bergführer mit seiner Gästin vorbei ist, sind wir auch auf diesem Gipfel ganz unter uns. Wir waren heute tatsächlich die einzige Partie, die den Weg von Norden her gegangen ist. Eine gute Stunde schauen wir ans Gipfelkreuz gelehnt den Quellwolken beim Entstehen und Vergehen zu, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen.
 

Bild 7: perfekte Absicherung in den Gipfelfelsen. Leider ziehen Quellwolken auf.

Bild 8: Hochalpiner Genuss. Ausgesetztes Kraxeln am Gipfelgrat.

Unten, wo der Gurglerferner so richtig flach ist, wäre heute ein Schlauchboot das richtige Mittel zur Fortbewegung. So werden die letzten trockenen Sockenfasern auch noch gewässert. Alle sind aber gut drauf und durch den Ruhetag gestern läuft alles rund und entspannt. In der Hütte gibt es ja einen Trockenraum...

Wie jeden Tag gibt es dann, kaum das die Tagessuppe verzehrt ist, einen kurzen Schauer der uns ins Hütteninnere treibt.

Wie jeden Tag können wir dann spätestens nach dem Abendessen wieder draußen sitzen.
 

Bild 9: Das Bier danach gehört auch dazu.

Donnerstag 23.7.

Nachdem es über Nacht wieder einige Gewitter gab, ist der Morgenhimmel wieder blank geputzt. Nochmals lassen wir uns in Ruhe das Buffet schmecken, bevor wir losziehen zum Ramolhaus. Heute steht ausnahmsweise mal eine ganz normale Wanderung an, so richtig mit Weg und Markierung. Aber so ganz ohne Spannung geht es auch heute nicht. Und wir sind sogar hier fast den ganzen Weg alleine unterwegs.
 

Bild 10: neue Weganlage unter der abschmelzenden Zunge des Gurgler Ferners. Hier geht es hinüber auf die andere Talseite.

Erst muss man mal etliche hundert Höhenmeter über einen wunderbaren Weg vernichten. Dann geht es über die sterbenden Reste der Gletscherzunge des Gurgler Ferners. Dort waren ein paar spannende Passagen für uns vorbereitet. So ganz ohne zu schauen in welches Loch man tritt geht es da nicht durch. Jenseits geht es dann steil und sonnig zum bereits den ganzen Morgen sichtbaren Ramolhaus hinauf. Immerhin über 3000 m hoch gelegen wandern wir die morgens vernichteten Höhenmeter, und ein paar mehr, wieder hinauf. Erst auf dem obersten Stück, wo wir schon auf den Hüttenweg von Obergurgl gestoßen sind, gibt es wieder jede Menge Leute. Zum Glück sind aber die meisten davon als Tagesausflügler zur Hütte unterwegs. Da der Weg hinauf lang ist, machen die sich auch zeitig wieder auf den Rückweg, so das wir uns schon Nachmittags nur noch mit wenigen anderen Nächtigungsgästen die Hüttenterrasse teilen.
 

Bild 11: Sechs Helden auf der Terrasse des Ramol Hauses.

Aber welch ein Skandal: Gerade steht die erste Runde auf dem Tisch, da bedeutet uns der Hüttenwirt den Defekt der Zapfanlage. So lernen wir also die diversen Flaschenbiere der Region kennen….
Im Wettbewerb der drei Hütten, die uns diese Woche beherbergt haben, kämpfen Hochwildehaus und Ramolhaus Kopf an Kopf um den ersten Platz. Wahrscheinlich muss das letzte Abendessen am Freitag die Entscheidung bringen.

Später, nach dem obligatorischen Regenguß, gibt es dann weiter oberhalb in den Felsen am Weg noch reichlich Gelegenheit für ausdrucksstarke Landschaftsfotos.
Die Szenerie des Gurgler Ferners mit der Hochwilde ist von hier aus absolut einmalig.
 

Bild 12: Traumpanorama am Ramolhaus. Hinten links die Hochwilde.

Freitag 24.7.

Nochmal steht ein Gipfel auf dem Tourenplan. Heute ist es der Hintere Spiegelkogel. Im Führer noch eine veritable Hochtour mit Firngrat, Wechten und allem was dazugehört, in der aktuellen Wirklichkeit aber ein reiner Kletterberg. Man muss sich schon sehr verlaufen um Schnee und Eis zu finden. Sozusagen direkt hinter der Hütte beginnt dort, wo der Weg zum Ramoljoch absteigt, der Anstieg über den Ostgrat. Schweißtreibend warm ist es schon zu Beginn der Kletterei im 1ten und 2ten Grad. Nach der Schulter, die auf den Nordgrat überleitet, geht es dann einfacher, meist weniger steil, aber dafür deutlich ausgesetzter weiter.
 

Bild 13: Anregende Kletterei am Ostgrat des Hinteren Spiegelkogel.

Nach genau 100 Minuten standen wir dann am riesigen Gipfelkreuz. Dessen zentraler Teil wurde von einem großen, runden Spiegel gebildet, passend zum Namen des Berges. Wie ich später vom Hüttenwirt erfahren habe, fehlte den Bürgern von Obergurgl  nach dem Verschwinden des Gipfelfirns das Spiegeln des vergletscherten Gipfels.

Bild 14: Im Hintergrund die Ramolkögel. Der große Ramolkogel ganz links. In Bildmitte der nördl.
Ramolkogel

Bild 15: Die Heldentruppe am riesigen Gipfelkreuz

Der Abstieg führt uns dann an der Schulter mit dem Ostgrat vorbei, weiter über den Nordgrat hinab bis in das Ramoljoch. Diese Variante ist etwas länger und schwieriger, aber auch schöner. Unterwegs gibt es noch einige schöne, spannende Kletterstellen. Vom Joch geht es dann über den versicherten Weg zurück zur Hütte.

Samstag 25.7.

Nun ist die Woche leider schon fast rum. Der letzte Abend auf dem Ramolhaus wird noch zum feiern genutzt und die netten Wirtsleute laden uns noch auf den einen oder anderen Schlaftrunk in die Küche ein.

Interessant fand ich dabei die Aussage des Hüttenwirts, das ihm Sektionsgruppen die angenehmsten Gäste seien.

In dem Zusammenhang habe ich in den letzten Jahren allerdings oft andere Erfahrungen gemacht. Gerade in Hütten, die auch viel von kommerziellen Veranstaltern für Touren und Ausbildungen genutzt werden, fühle ich mich mit meinen Gruppen immer öfter als Gast zweiter Klasse behandelt.

Diesbezüglich scheint im Gurgler Tal die Welt noch in Ordnung zu sein.

Der Kreis soll sich heute nach dem Übergang über das Ramoljoch mit dem Abstieg nach Vent schließen. Es ist beeindruckend, wie der Weg durch seine geschlossene Anlage nacheinander alle alpinen Vegetationszonen durchzieht. Von der absolut lebensfeindlichen Gletscherzone über 3000 m über spärlichen Bewuchs mit Pionierpflanzen durch bunte Wiesen und Weiden hinab in die Bergwälder der tieferen Regionen.

 

Bild 16: Von der Ramolalm geht der Blick ins Niedertal. Hinten in den Wolken der Similaun.

Bei der Ramolalm, der ersten menschlichen Siedlung die wir erreichen, haben wir wieder den Blick hinein ins Niedertal zum Similaun. Der ganze elend lange Strich der Fahrstraße zur Martin Busch Hütte ist von hier zu sehen. Alle haben wir das Gefühl, das es ewig her ist, wie wir dort hinauf gewandert sind. Die Woche hat uns so viele neue Eindrücke vermittelt. Die müssen nun erst mal vergearbeitet werden. Irgendwie sind wir noch nicht bereit für die „Zivilisation“. Zum Glück ist Vent nicht groß. Die paar Schritte bis zum Parkplatz liegen schnell hinter uns und erst als wir die durchschwitzte Wäsche gewechselt haben, den Durst gestillt, und anständig durchgeschnauft haben, sind wir bereit für die Rückfahrt nach Krefeld.

Epilog:

Die Entscheidung, welche Hütte nun die beste im weiten Rund um den Gurgler Ferner ist, ist erst mal vertagt. Da müssen weitere Prüfungen her. Also fahren wir da noch einmal hin. Dieses mal dann mit Obergurgl als Ausgangspunkt. Vielleicht schon kommenden Sommer. Ich möchte der drohenden Stilllegung des Hochwildehauses zuvorkommen. Von dort möchte ich ein paar etwas unbekanntere Gipfel im Hauptkamm versuchen. Bankkogel und Falschunggspitze sehen geradezu einladend aus.

Bild 17: Hinten links der Mitte die Falschunggspitze. Links davon der Bankkogel. Ziele fürs nächste Mal?

Das Ramolhaus wiederum bietet auch noch ein paar grandiose Tourenmöglichkeiten. So scheint der Aufstieg auf den Schalfkogel mittlerweile von dort aus am lohnendsten zu sein. Und die diversen Gipfel der Ramolkögel sind auch noch offen…

No Altitude
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