DAV-Radtour der Wandergruppe zu den Schlössern an der Niers


Untertitel: 
25.08.2013

Schloß Neersen stand vor 800 Jahren bei seiner Erbauung auf einer „Donk“, wie die flachen Erhebungen im damals sumpfigen Gelände genannt wurden. 1263 wurde die Burg erstmals erwähnt. Die Ritter von Neersen, später die Reichsgrafen von Virmond, die ihren Stammsitz um einen gotischen Winkelbau mit Bergfried, Wehrmauer und Vorburg – und sogar einem Prunkzimmer erweiterten; letzteres brannte 1859 jedoch aus. Wechselvolle Erben richteten hier eine Wattefabrik, dann eine Welvetfabrik ein und im 2. Weltkrieg wohnten hier die Amerikaner. Nach einem

Erholungsheim vom DRK ist heute die Willicher Stadtverwaltung hier untergebracht. Schloß Neersen ist außerdem mit vielen Ereignissen auf der Freilichtbühne Festspielort geworden.

Weiter ging´s an der Neuen Niers entlang ca. 9 km bis Schloß Myllendonk. Herbert und Maria hatten es im extravaganten Golfclub erreicht, dass wir wenigstens bis nahe an die eigentlich zuerst im Jahre 1166 auf Pfählen erbaute Wehrburg – und von hier bis zum 2. Torbogen eine Besichtigung von außen machen durften. Eine Familie Wüllenweber bewohnt in Folge seit 1832 diesen Besitz selbst und pflegt ihn liebevoll.

Etwa 7 km weiter entlang der Niers fuhren wir in einer Dreiviertelstunde bis Schloß Rheydt. Es ist das besterhaltene Renaissance-Schloß am Niederrhein  und stammt aus dem Jahre 1180. Es liegt nicht direkt an der Niers, wird jedoch von einer Wallanlage umgeben, die mit Niers-gespeichertem Wasser gefüllt wird. Das Schloß beherbergt ein Museum mit Kunst und Kulturgegenständen und der textilen Geschichte Mönchengladbachs. In den Parks kann man „Open air mit flair“ erleben, mit Sommermusik und Konzerterlebnissen.

Von hier aus war es nicht mehr weit bis zum Kleingartengelände Schloß Rheydt. Wir fuhren ein in ein Tor mit der Aufschrift „hier Pause“. Im Kleingartengelände Schloß Rheydt wurden uns von den Pächtern des ansässigen Club-Hauses Tische und Bänke zur Verfügung gestellt und die Kinder von Herbert und Maria brachten das von Maria selbstgebackene Nuß-Sauerteigbrot mit Butter, Schmalz, Käse, sauren Gurken und anderen Leckereien für uns alle zum Vorschein und wir langten herzhaft und dankbar zu. Maria überreichte an die Clubhausbesitzer etwas Trinkbares und wir sammelten eine ganz schöne Summe als Dankeschön.

Von hier aus radelten wir nach dem Abschlussbesuch im Café Leismann nahe am Nordkanal Richtung Ausgangsort. Unterwegs verließen uns fast alle, um den kürzesten Weg nach Hause zu finden. Das Wetter hatte uns ein paar wenige Tropfen von oben beschert, uns aber sonst mit gut „fahrbaren Temperaturen“ einen schönen Tag mit ca. 50 km Länge gegönnt. (Auf meinem Tachometer konnte ich 69 km bestaunen, aber ich kam - von Krefeld-Gartenstadt!)

Großen Dank an Herbert und Maria!

Ingrid Schröter

No Altitude
Trackstatistik: 
0.00Km