Meraner Höhenweg


Untertitel: 
Tourenwoche vom 20.07. bis 28.07.2012

Nachdem die Bergwanderungen in den Sextener Dolomiten und im Rosengarten hervorragend gelaufen sind, stand in der dritten Woche der Meraner Höhenweg auf dem Programm.

Von Tiers kommend, ging es direkt nach St. Leonhard im Passaier Tal. Im Gasthof warteten bereits die Mitwanderer: Marion und Baschir Al Bayati, Silvia Heyer, Siggi Krenn, Ria Braun, Manfred Schneider und Norbert Reetz.

Die Zeit, die man benötigt um den gesamten Meraner Höhenweg zu bewältigen, ist auf Grund der Länge von ca. 100 Km sehr unterschiedlich angegeben. Sieben Tage habe ich mit der Unterteilung, südlicher Höhenweg und hochalpiner Teil, geplant. Wir laufen im Uhrzeigersinn.

Am ersten Morgen beginnt die Tour bei schönem Wetter in St. Leonhard. Doch schon beim Aufstieg zum Weg Nr. 24, dem Meraner Höhenweg, beginnt es zu regnen. Bis zu unserer Ankunft im Quartier, nach 7 Stunden und 21 Km, sollte das Wetter nass bleiben. Am Abend jedoch sind die Ausblicke auf Meran, bei nun gutem Wetter phantastisch.

Der Höhenweg zieht sich gemächlich südseitig an den Hängen der Texelgruppe entlang. Während der Wanderung durchläuft man die Kulturlandschaften im unteren Vinschgau, Meraner Talkessel und Passaiertal. Die gegenüber liegenden Sarntaler Alpen, im Hindergrund der Rosengarten, Platt- und Langkofel grüßen vom Süden mit strahlendem Sonnenschein.

Die nächsten Etappen beginnen recht gemütlich, aber bald schon gilt es Taleinschnitte und Rinnen zu durchwandern, die zum Teil mit Treppen, Leitern und Sicherungen,  (1.000 Stufen) versehen sind, die aber jeder Wanderer gut bewerkstelligen kann.
Das Gasthaus Giggelberg am Sonnenberg gelegen, trägt den Namen zu Recht. Nach getaner Arbeit, waren die Liegestühle auf der Heuwiese eine ideale Abwechslung und das Weizenbier schmeckte auch in Ruhestellung.

Von der Moderne zu einem 400 Jahre alten Bauernhaus mit quitschenden Bohlen, ausgetretenen Treppenstufen und einer urgemütlichen Bauernstube, sollten uns noch 7 Std. Wanderzeit trennen. Dort angekommen, trauten wir unseren Augen nicht, dass dieses urige, schwarz geräucherte Quartier uns beherbergen sollte. Auch die Seniorchefin ist gut drauf und macht jeden Spaß mit. Es wurde ein sehr gemütlicher Abend bei leckerem Essen und Rotwein.

Nachdem wir uns in Katharinaberg von den Wanderern der südlichen Umrundung verabschiedet haben, stiegen die vier verbliebenen in den hochalpinen Teil des Meraner Höhenweges. Über die Mittelkaser Alm, der Rableid Alm und dem Eishof geht es zur Stettiner Hütte  auf 2.875 m. Nur mit Notgepäck beladen, kletterten wir von der Hütte aus auf den Gipfel der „Hohe Wilde 3.482 m“. Bei guter Weitsicht, direkt an der Grenze zu Österreich, stehen wir an den Gletscherrändern der Ötztaler Alpen. Ein unvergesslicher Anblick und endlich ein 3.000er auf der Tour.

Bevor wir den Abstieg am Folgetag beginnen, erklimmen wir noch einen anderen 3.000er, der als Hausberg gilt.
Der leicht ausgesetzte Weg nach Pfelders mit ca. 2.500 m bergab, zieht gewaltig in den Oberschenkeln. Die letzte Etappe von Außerhütt nach St. Leonhard ersparen wir uns und nehmen den Bus. Im Gasthof treffen wir wieder auf die anderen Wanderer und erzählen unsere Gipfelerlebnisse.

Eine solch schöne und abwechslungsreiche Bergtour sollte eigentlich jeder Wanderer mitgemacht haben.

Nach den Wochen in den Sextener, siehe Bericht von Stefan Michael, dem Rosengarten, Bericht von Hans Eiserfey und dem Meraner Höhenweg, bin ich nach mehr als 240 km Strecke,  21.000 m bergauf und ebenso vielen bergab froh, wieder im eigenen Bett zu schlafen.

No Altitude
Trackstatistik: 
0.00Km