Alta Via No. 1 delle Dolomiti - vom Pragser Wildsee zum Lago Federa


Alta Via No. 1 delle Dolomiti

Vom Pragser Wildsee zum Lago Federa

Lago Federa 
(Bilder können durch Draufklicken vergrößert werden)

»Cinque Torre«, der Inbegriff für Wanderer und Kletterer in den Dolomiten.

Auch wir, Ursula, Silvia, Stefan, Klaus, Werner, Hans, Erich und ich, wollten den Geist der Fanes- und Sennes Dolomiten erleben und spüren. Also machten wir uns für sieben Wandertage bereit, eine der schönsten Wanderwege Südtirols zu laufen. Bis zu acht Wanderstunden waren pro Tag zu bewerkstelligen, was aber einer gut eingelaufenen, immer in bester Stimmung wandernden Gruppe, nichts ausmachte.

Auf ging es zum Pragser Wildsee um von dort den Weg No. 1 zur Seekofelhütte, Senneshütte und Fodara Vedla Hütte einzuschlagen. Das eindrucksvolle Nabige Loch gestattete uns immer wieder kurze Pausen, um einen Blick hinab und zurück auf den Pragser Wildsee zu werfen.

Zwei Tage verbrachten wir in der Fodara Hütte, wobei der zweite Tag zum Besteigen des M. Sella di Sennes 2787 m genutzt wurde.

Eine weitere Etappe ging bergab nach Pederü, um dort eine faszinierende, gipfelgesäumte »Mondlandschaft« zur Fanes-Hütte zu erleben. Den Nachmittag nutzten wir, um das Lavarella Plateau und den Grünsee, bei strahlendem Sonnenschein zu erkunden.

Leider ist der Alta uno auch sehr überlaufen. So konnten wir, im März bereits gebucht, nicht alle Etappen wie gewünscht laufen. Also führte uns die weitere Tagesetappe nur zur drei Std. entfernten Scotoni Hütte. Vor der Scotoni Htt. lud uns der Lagazuoi See zum Baden ein. Das eiskalte Bergwasser erfrischte die Badenden und so abgekühlt führte uns der Weg eine Std. steil bergab zur Hütte.

Auch diese Haus, ist wie alle Hütten auf der Strecke, ausgesprochen schön gelegen, gut geführt und mit herrlichen Blicken auf die Tofana di Mezzo und die Fanes Dolomiten.

Cinque TorriBlühende Blumen und Blumenkissen säumten den Weg zum Falzarego Pass. Immer wieder holte uns die Vergangenheit des ersten Weltkrieges ein. Schützengräben, Bunker mit Schießscharten und Unterstellplätze sind noch immer aus den Jahren 1914 - 1918 zu sehen. Besonders 1916 tobte hier der Krieg zwischen Italienern und Österreichern, wobei die meisten der Soldaten verhungerten und erfroren.

Wir verbrachten die Nacht unweit der Cinque Torri, in der Scoiatteli-Hütte. Da uns der Wandertag von sechs Std. nicht ausfüllte, ging es Nachmittags noch hoch zum Rif. Nuvolau, um von dort einen noch besseren Blick auf die »Fünf Türme« zu werfen.

Nach dem Frühstück erlebten wir erst noch Geschichte an den stark umkämpften Türmen. Hier an der Nordflanke frästen sich die »Kaiserjäger« durch die schmale Felsrippe, und nahmen die Talstraße nach Cortina unter Beschuss. Bei 25 Minusgraden blieb der Stellungskrieg stecken. Wir froren schon beim Rundgang durch die Anlagen am Gipfel, die heute als Freilichtmuseum vom Irrsinn des Krieges zeugen.

Die Cinque Torri wurden fotografiert und auf die Gedächtnis CD eingebrannt. Vorbei geht es an der gleichnamiger Hütte ins Tal und wir querten die Ponte di Rucerto. Weiter durch schöne Wälder bis zum Lago Federa und zur nahe gelegenen Palmieri Hütte.

Nachmittags erlebten wir eine weitere tolle Wanderung und umliefen den Cima d'Ambrizzola 2715 m mit vielen, nicht geplanten und doch traumhaften Wegen.

Nun hieß es Abschied nehmen. Cortina d'Ampezzo ist in zwei Std. erreicht. Wir besichtigen die Stadt und um 15.00 Uhr holt uns das gebuchte Großraumtaxi ab, mit dem wir zurück nach Toblach in die Jugendherberge gebracht werden.

Fazit: Eine traumhaft schöne Tour durch eine grandiose Dolomitenlandschaft. Gute Hütten mit tollem Essen und Wein. Petrus meinte es supergut mit dem Wetter und ein spitzen Team, mit dem es riesig Spaß gemacht hat, bei toller Stimmung durch die Berge zu laufen.

Ursula, Silvia, Stefan, Klaus, Werner, Hans, Erich und ich

Heinz Braun, Wanderleiter

Juli 2009
 

No Altitude
Trackstatistik: 
0.00Km

Standort

Standort:
Dolomitenhöhenweg 1
Italien
46° 41' 51.7992" N, 12° 5' 2.4" E