Das »Grundsatzprogramm zur umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung
und zum Schutz des Alpenraumes« (1994) des
DAV fordert unter Teil II, Punkt 3.2 Ȇberlegtes
Reisen«: »DAV-Mitglieder sollen sich vor der
Fahrt überlegen, ob der Reiseaufwand in einem
vernünftigen Verhältnis zur Erholung oder
sportlichen Betätigung steht. Sie sollen
bevorzugt öffentliche Verkehrsmittel benutzen
und auch das Fahrrad in Kombination mit der Bahn
zur Reise einsetzen...«
Wer
einen Urlaub in den Alpen mit öffentlichen
Verkehrsmitteln plant, hat ein Problem. Nicht,
dass es diese Verkehrsmittel nicht gäbe - was fehlt, ist eine Zusammenstellung, zu der man so
selbstverständlich greifen könnte, wie der Autofahrer zu
seinem Straßenatlas. (Am weitesten in diese Richtung
gehen bisher die Fahrplankarte für Bus und Bahn
Deutschland des Verkehrsclub
Deutschland (VCD) und die Interessengemeinschaft
Alpenbus.)
Auf den folgenden Seiten gibt es schon mal eine Materialsammlung
dazu.
Der Grund für dieses Problem ist
einfach: Die Alpen sind unter acht europäische Staaten
aufgeteilt - und in jedem Land gibt es eigene Betreiber von
Bussen und Bahnen, teilweise staatlich, teilweise privat,
teilweise wieder nach Regionen aufgeteilt. Daneben gibt es
einige internationale Buslinien. Und einigen Ferienorten
fällt mittlerweile mehr ein, als nur Parkplätze zur Verfügung zu
stellen. Auf einer gemeinsamen Website präsentieren sich Ferienorte in Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz und Italien, die ihren Gästen umweltgerechte Mobilität bieten (mit Fahrplanabfrage).
Da den Überblick zu bekommen, ist nicht
einfach. Zwar sind viele Anbieter mittlerweile im Internet
präsent (und von diesen Seiten direkt aufrufbar), andere
beschränken sich auf gedruckte Fahrpläne,
die oft nur schwer zu bekommen und aktuell zu halten sind. Außerdem sind die
Liniennetzpläne sehr unterschiedlich gestaltet, in der Regel
ohne Bezug auf alpinistische Ziele und ohne Hinweise auf
Anschlüsse anderer Verkehrsgesellschaften.
Den zentralen Teil der folgenden Informationen
bilden die Fahrplanlinks zu Bahn- und
Busgesellschaften. Sie sind regional gegliedert. Es ist auch
eine Suche nach Ortsnamen möglich:
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Fahrpläne für Julische Alpen
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CIPRA Slowenien hat eine neue Broschüre mit allen relevanten Fahrplänen für das Gebiet der Julischen Alpen
veröffentlicht, um den öffentlichen Verkehr (ÖV) attraktiver und reisefreundlicher zu gestalten. Leider verliert dieser in den Julischen Alpen meistens bei der Wahl des Fortbewegungsmittels gegen den motorisierten Individualverkehr und wird von Einheimischen und Touristen nur wenig genutzt. Ein Grund dafür ist unter anderem die noch ungenügende Bewusstseinsbildung im Bereich der nachhaltigen Mobilität in Slowenien. Zudem sind Informationen über Bus- und Zugfahrpläne nicht leicht zugänglich und erschweren somit die Planung einer nachhaltigen Reise. Mit Hilfe der Broschüre, die an Bushaltestellen und Bahnhöfen sowie an Infopunkten von Hotels und Gemeinden erhältlich ist, soll die nachhaltige Mobilität gefördert und das Reisen bequemer gestaltet werden. (Quelle: Newsletter
alpMedia 14/09,
cipra.org)
Seit Mitte Dezember ist das transalpine
Streckennetz im öffentlichen Verkehr
erweitert worden. In der Dreiländerregion "Rätisches
Dreieck" wurden durch den Fahrplanwechsel im
Dezember 2009 eine Lücke im öffentlichen
Verkehr geschlossen. Es ist nun möglich, aus
dem Unterengadin/CH im Stundentakt nach Mals
in Südtirol/I zu reisen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: alle
zwei Stunden fährt das PostAuto von Scuol/CH
nach Nauders/A. Von dort stehen direkte
Anschlüsse mit dem Südtiroler Auto-Dienst
(SAD) nach Mals zur Verfügung. Im
stündlichen Wechsel kann man auch über die
Strecke Zernez/CH - Ofenpass/CH nach Mals
gelangen. Weiters besteht eine neue
alpenquerende Strecke von Zürich/CH über die
Schweizerpässe Albula und Bernina nach
Tirano - Aprica - Edolo - Brescia/I.
Auch in
Frankreich hat es Verbesserungen im
öffentlichen Verkehr gegeben. Die BewohnerInnen und BesucherInnen des Tals von
Chamonix/F können seit Winterbeginn von den
verbesserten Busanbindungen profitieren. Die
Busse verkehren täglich. Das Angebot ist
besonders während den Schulferien
vergrössert worden.
Fahrpläne und weitere
Infos können abgerufen werden unter
http://www.sbb.ch,
Diese Seiten
beruhen hauptsächlich auf Informationen, die ich bei der Planung
unserer Touren in den Alpen gesammelt habe. Natürlich
sind sie weit entfernt davon, komplett zu sein.
Man merkt, dass wir in den letzten Jahren vor
allem in Italien unterwegs waren, während etwa die
Schweiz und Frankreich (verkehrsmäßig)
unterbelichtet sind. Wer Informationen
vermisst oder zur Verfügung stellen möchte, kann gerne
schreiben.