Hochtour durch die Zillertaler Alpen
vom 17.09. - 23.09.2006
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Sonntag: Unsere sechsköpfige Gruppe erreicht morgens mit dem Nachtzug Mayrhofen. Mit dem Bus geht es weiter bis Breitlahner, unseren Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Berliner Hütte 2040 m. Nach 800 Höhenmeter Aufstieg und Stärkung auf der Hütte, gehen wir zum naheliegenden Hornkeesgletscher und üben dort das Steigeisengehen und die Spaltenbergung.
Montag: Heute liegen die Gipfel in den Wolken. Wir brechen über den Normalweg zur Berliner Spitze 3253 m auf. Am Übergang zum Hornkeesgletscher -- bei einer Höhe von 2800 m -- entscheiden wir uns, auf Grund der dichten Wolken, zum Abstieg über den aperen Hornkeesgletscher. Der untere Teil verläuft durch einen Gletscherbruch, wo wir große Spaltenzonen durchlaufen, weiter geht es über den mittelsteilen Gletscherauslauf in Richtung Hütte.
Dienstag: Der Aufstieg zum Schwarzenstein 3368 m wird durch dichten Nebel vereitelt, aber wir wollen uns bewegen, über markierte Wege gehen wir zum Schwarzsee 2472 m, dann zurück bis zur Alpenrosen-Hütte 1873m, in der wir einkehren. Kurzzeitig klart es auf, aber nach 2 Stunden versinkt wieder alles im dichten Nebel.
Mittwoch: Bei schönstem Wetter wechseln wir über das Schönbichler Horn 3133 m, zum Furtschaglhaus 2295 m. Der Aufstieg mit vollem Rucksack geht nur langsam voran, aber der Gipfel lockt. Vom Gipfelkreuz aus genießen wir einen super Rundblick, auch auf die zuvor im Nebel liegenden Gipfel Berliner Spitze und Schwarzenstein, sie zeigen sich von ihrer schönsten Seite.
Donnerstag: Heute müssen wir uns stärker ins Zeug legen, es geht -- bei Kaiserwetter -- zum Großen Möseler 3478 m hinauf. Über Moränen geht es bis zum Schlegeisgletscher, nach steilem Gletscheraufschwung durchlaufen wir im Zickzack riesige Spaltenzonen und erreichen den Felseinstieg -- eine durch Steinschlag gefährdete steile Rinne . Da wir eine große Gruppe sind, durchsteigen wir wegen der Steinschlaggefahr, im geringen Abstand zueinander und immer wieder querend die Rinne. Der nachfolgend steile hart verfirnte Gipfelaufschwung wird gut gemeistert, so daß wir uns nachfolgend am Gipfelkreuz zum Gruppenfoto aufstellen können. Eine riesige Aussicht beeindruckt uns. Beim Abstieg über den Gletscher halten alle Spaltenbrücken, so daß wir voller Stolz die Hütte wieder erreichen.
Freitag: Wieder haben wir herrliches Wetter, heute führt uns der Weg zum Muttennock 3072m, über vom Gletscher glattgeschliffene Felsen erreichen wir den Schlegeisgletscher. Der apere Gletscher ist im mittleren Teil mit sehr vielen durchgehenden großen Spalten durchzogen, so daß wir nur noch im Doppelzickzack diese durchlaufen können. Endlich am Übergang zum Muttennock angekommen, überwältigt uns ein grandioser Ausblick, im Süden die Dolomiten mit der Marmolada, im Osten die Hohe Tauern und im Westen die Stubaier und Ötztaler Alpen. Nach kurzer Rast steigen wir zum Gipfel auf. Der Abstieg läuft problemlos.
Samstag: Morgens um 6 Uhr steigen wir im dunkeln mit Stirnlampe zum Schlegeisstausee ab, weiter geht es mit Bus und Zug nach Hause. Eine schöne, anstrengende Woche hat ihr Ende gefunden.
Steffi und Daniel Speckenheuer, Peter Weber, Andreas Ittermann, Jürgen Göke, Hubert Asemann
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