Wanderwoche in der Rhön

23.7.-30.7.2004



   (Beschreibung in etwas erweitertem Telegramm-Stil)

   1. Tag, Dienstag, Abfahrt gegen 11.30 Uhr, Ankunft 16.00 Uhr. Wir treffen dort bereits Hilde und Helmut an. Kleiner Rundgang durch den Ort.

   2. Tag, Mittwoch, Abfahrt über Abtsroda, unterhalb der Wasserkuppe, zum Parkplatz Grabenhöfchen, Sicht auf Milseburg, Einkehr in Enzianhütte, hier Bier und heiße Brezel, Gespräch mit Schorsch, dem Hüttenwirt. Schafstein (830 m), Naturschutzgebiet, Basaltformationen, zurück Parkplatz, im Hotel treffen wir dort die »Neuen«.

   3. Tag Donnerstag, Abmarsch ab Hotel in Richtung Wasserkuppe (950 m, über Guckal-See, Pferdskopf (875 m). Pause auf der Wasserkuppe, dort starker Wind, tolle Rundum-Aussicht, kleiner Imbiss und Getränk. Langer Weg abwärts über Obernhausen.

   4. Tag, Freitag, ab Hotel 9.30 Uhr, Pause in Oberweissenbrunn, (620 m), Gasthof Talgrund (Suppe), weiter zum Kreuzberg, 2 m niedriger als die Wasserkuppe, am Gipfel über 293 Stufen vom Gipfelkreuz, tolle Aussicht über weite Teile des Naturparks Rhön. In der Klosterschänke (Selbstbedienung) gab es dann Klosterbier, Käse, Brot, Wein, Klosterlikör - also alles was das Herz bzw. der hungrige Magen begehrte. Neue Wortschöpfung für das Ganze: Vertrinkung.

   5. Tag, Samstag, Nach Frühstück Abfahrt nach Ostheim, dort Besichtigung der Wehranlage, in der innerhalb die Kirche mit alter interessanter Orgel liegt; große Befestigungsanlagen, man nennt die Kirche auch »Burgkirche«. Im Ort wurde über das Wochenende gefeiert, u. a. mit großer Blaskapelle aus Aubach, durch den ganzen Innenbereich des Ortes zogen sich die Stände. Wir blieben bei regnerischem Wetter und fuhren dann zum Parkplatz »Schwarzes Moor«. Durch das unter Naturschutz stehende Moor führt ein 3 km langer Rundweg aus dicken Holzbohlen, als Steg ausgebaut. Viele Hinweistafeln Erklärungen zu Bäumen, Gräsern, Blumen, Tieren, Bodenbeschaffenheit und vieles mehr. - Weiterfahrt zum »Roten Moor«, ebenfalls ein Naturschutzgebiet besonderer Art; für den Besucher ähnlich angelegt und zugänglich gemacht wie das »Schwarze Moor«.

   6. Tag, Sonntag, Fahrt Richtung Enzianhütte zur Bergmesse auf dem Weiherberg. 20 Minuten Fußweg bis zum Gipfelkreuz. Beginn 10.00 Uhr, unter Mitwirkung des Blasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr Dirlos und der Alphornbläser aus Bimbach. Zelebrant ist Domkapitular Prälat Alois Lang. In seiner Begrüßung gibt er sich als Bergwanderer zu erkennen, der auch schon größere Touren in den Alpen und auch Alpenüberquerungen gemacht hat. Mit kleinen Erzählungen aus Bergerlebnissen gewinnt er gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit seiner rund 300 Zuhörer. (Beispiel Gletscherspalte - wir gebbe nix.) Insgesamt eine sehr würdige Veranstaltung bei sonnigem Wetter, im Angesicht der Berge, weiten Höhen, Blumenwiesen, Wäldern und all der froh gestimmten Leute. Ab geht's zur nahe gelegenen Enzianhütte, zu Hüttenwirt »Schorsch« - ein Original. Dort gibt es Bier, Rhönwurz, Brezel, Würstchen u. a. m. Bei der Bestellung einer Runde durch eine unserer Mitwanderinnen fragt der Kellner: »Hast Du auch Geld?« Abmarsch zur in weiter Ferne sichtbaren Milseburg, die man auch die »Perle der Rhön« nennt, wegen ihrer tollen Aussicht (Höhe 835 m), auf dem Gipfel befindet sich eine Kreuzigungsgruppe. Nach einer ausgiebigen »Vertrinkung« geht es den langen Weg zurück zum Parkplatz Grabenhöfchen. Gleich zu Beginn des Rückweges gibt es eine kleine Zwangspause; Hilde verletzt sich bei einem Sturz den Ellenbogen, der sofort fachmännisch behandelt wird.

   7. Tag, Montag. Abfahrt mit zwei Pkw zum Parkplatz Oberelzbach/Rothsee. Richtung Gangoltberg; Teufelshöhle, Basaltsäulen, Naturlehrpfad. Über einen sich verlierenden Weg gehen wir durch unwegsames Gelände, knie- und hüfthohes Gras. Wir beobachten parallel zu unserem Weg eine Rotte Wildschweine (Keiler, Sau und vier Frischlinge), im Augenblick kaum ahnend, dass dies keine ganz ungefährliche Situation ist. Pause, Vier- oder Fünf Gang-Menu, Wurst, Käse, Brot, Gebäck, Schokolade usw., zusätzlich Wein und Schnaps. Basaltsee, lange Strecken des Weges wandern wir durch die »Lange Rhön« bzw. sehen sie in ihrer Weite und im Wechsel von Sonne, Wolken, Schatten und dem rhöntypischen Einzelbaumbestand zu unserer Seite. Autozusammenführung und Heimfahrt.

   8. Tag, Dienstag. Ab zum Parkplatz Naturschutzgebiet »Schwarzes Moor«. Durch das Naturschutzgebiet und Lange Rhön zur Thüringer Hütte, die leider geschlossen hatte. Auf dem nahe gelegenen Freizeitgelände Verköstigung, Vertrinkung; unglaublich was alles aus den Rucksäcken zum Vorschein kommt. Rother Kuppe mit Aussichtsturm . . . und Kartoffelsuppe . . . . Vertrinkung, Frauenhöhle, dann begegnet uns eine Riesenherde Ziegen, voran ein Geländewagen, schwer zu schätzen, aber es könnten wohl 300 Tiere sein. Kurze Einkehr im Rhönhof, dort nach Bedarf Kaffee, Bier o. a. Parkplatz »Am schwarzen Moor«, Nähe Sennhütte. Zur Feier des Tages im Hotel Dessert, (Eis o. ä.). Dann gibt es vom Wirt noch eine Runde und für jeden eine Rhön-Wanderurkunde. Es wurde dann noch recht alkoholisch, lustig und etwas laut. 

   9. Tag, Mittwoch. Wecken, für die meisten auch packen. 9.00 Uhr große Verabschiedung vor dem Hotel, nach einer wunderschönen, harmonischen Wanderwoche, jeder hat auf seine Art dazu beigetragen, wir schulden uns gegenseitigen Dank - besonders aber Wanderführer Helmut und Hilde Odenbach.

Juli 2004

Hans Dieker


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