Wanderwoche in Oberstaufen (Aach)

Die Wanderfreunde trafen am Sonntag hintereinander, heil und gesund, in Aach ein. Der Gasthof "Seytvald" lag kurz vor der Grenze zum Bregenzerwald. Helga und Kurt begrüßten uns. Zuletzt kamen noch drei Wanderfreundinnen, die mit dem Zug angereist waren. Später trafen auch Hildegard und Leo ein. Alle zusammen waren wir jetzt 20 Personen. Beim ersten Abendessen erzählte uns Kurt, war wir so in der nächsten Woche alles auf "Schusters Rappen" erleben könnten.

Der Montag fing schon gut an. Wir waren kaum aus dem Haus, da ging es schon bergauf. Weiter führte der Weg durch Wald und Wiese, über eine ganz alte Holzbrücke mit Dach zu einem rauschenden Wasserfall. Etwas höher hatte man einen schönen Blick auf Oberstaufen und den Bregenzerwald. Immer wieder wurde stehen geblieben,
um die schöne Landschaft zu genießen. Im Gasthof "Berghof am Paradies" kehrten wir ein und besuchten zum Abschluss noch die alte "Blockhütte", von Hildegard und Leo schon erwartet.

Dienstag, ein schöner Morgen und die Sonne schien. Beim Frühstück ging es schon lustig zu. Einige Wanderfreunde, die in einem Zimmer mit Himmelbett schliefen, hatten geträumt, in der Nacht wäre ein LKW durch ihr Zimmer gefahren. Ob es am Himmelbett lag? Da aber beim Duschen kaltes Wasser kam, waren die Träume schnell verflogen. Wanderer sind ja nicht zimperlich. Dann ging es zum Imberghaus, wo wir rasteten. Einige zog es noch bis zum Gipfelkreuz auf 1386 m. Unterwegs konnten wir viele Alpenblumen und schöne Gräser bewundern. Die Natur bringt uns immer wieder zum Staunen. Hier merken wir, wie klein wir dagegen sind. Da an diesem Tag Christa und Maria Geburtstag hatten, brachten wie ihnen bei der nächsten Rast ein Ständchen mit Musikbegleitung. Zwei Wanderfreunde hatten ihre Mundharmonika dabei. Lustig ging es ins Tal zurück.

Mittwoch wanderten wir vom Parkplatz in Steibis am Imberghaus vorbei zur Hörmosalpe (1283 m), dann weiter zur
Falkenhütte (1438 rn); eine aussichtsreiche und wunderschöne Tagestour.

Nach dem täglich reichhaltigen Frühstück wanderten wir am Donnerstag rund um Oberstaufen zum Hündlehaus, Staufenhaus, über Thalkirchdorf nach Hinterstaufen. Für den Abend hatten unsere Wanderführer Helga und Kurt einen Höhepunkt ganz anderer Art für uns organisiert: einen zünftigen Hüttenabend mit Musik und Tanz in der "Blockhütte". Da war der kranke Magen und das verbundene Bein bald vergessen. Die anderen Gäste sahen voller Vergnügen auf uns lustige Wandersleut'. Mit den eigenen Wagen waren wir hochgefahren, mit Taxis ging's heimwärts. Im Dunkeln hätte auch keiner diesen schmalen und unübersichtlichen Weg fahren wollen. Am hellen Tag holten wir die Autos dann wieder ab.

Am Freitag wurden wir von Kurt verwöhnt. Mit dem Wanderbus fuhren wir über Hochwies bis zur Hörmosalm auf 1238 m, vorbei an einer kleinen Kapelle, wo ein Schuljunge um 12 Uhr die Glocken läuten Ließ. Danach ging es weiter zur "Schnappshütte", wo wir vom Wirt freundlich gebeten wurden, doch einzukehren. Weiter ging es zur Hennenmoos-Alpe (1359 m) und über das Hochmoor, Imberghaus (1218 m) zurück. Wieder hatten wir einen wunderschönen Wandertag auf der "Haben-Seite" des Lebens.
Für Sonnabend hatte Kurt eine Tour ausgesucht, die etwas "nass" wurde. Durch dick und dünn, in Pfadfinderart über einen Bach, weiter durch Wald, der tiefe Traktorfurchen hatte. Aber wir schafften auch das. Beschauliche Einkehr im "Sonnenstüble" in Kalzhofen und zurück nach Oberstaufen. Beim gemütlichen Abendessen im Gasthof "Kreuz" klang dieser schöne Tag aus.

Am Sonntag, es regnete in Strömen, war für die ersten Abreisetag. Einige fuhren ins Montafon, andere ins Ostallgäu. Die Dagebliebenen gingen mit Kurt ins Schwimmbad. Eine gute Idee. Wenn schon nass, dann aber richtig.

Der Montag war auch noch ein wenig feucht. Es ging nach Sulzberg (1015 m), schon Bezirk Bregenz. Wie ein kleines Königreich liegt es auf dem Höhenrücken über dem Weißachtal. Die Aussicht ist von allen Punkten aus großartig. Hier beginnt der erste grenzüberschreitende Naturlehrpfad nach Oberreute.

Dienstag: Nun kam der lang ersehnte Höhepunkt dieser Tour: die Wanderung auf den Hochgrat, mit 1833 m die höchste Erhebung Oberstaufens. Vom Stauferhaus aus ging der teilweise sehr schmale Pfad zum Gipfel. Trittsicherheit und auch ein wenig Mut waren gefordert. Doch alle haben es geschafft. Helga und Kurt waren erleichtert.

Bei Superwetter stiegen wir am letzten Tag zum Hädrich (1566 m) auf. Über Imberghaus, Hochblühalpe, Hörmosalm und Falkenhütte erreichten wir den Gipfel. Auch diese Tour hatte es in sich - aber alles ging wieder glatt.


Wir waren eine nette Gruppe in einer wunderschönen Landschaft. Ein großes Dankeschön an Helga und Kurt.

Hanneliese

 

Wer sich für den Hochgrat interessiert, findet hier weiter Informationen.


 
Zurück zur Tourenübersicht