Weinwandertage in St. Martin (Pfälzer Wald)
14. Oktober Bei strahlendem Wetter
fanden sich 24 Wanderer im »Waldhotel Hornesselwiese« ein. Beim Abendessen begrüßte uns Helmut, hieß uns herzlich
willkommen und war froh, dass wir alle gut angekommen waren. Helmut erzählte uns dann, wohin wir am nächsten Tag hingehen würden. Die
Stimmung war gut und wir saßen noch einige Zeit gemütlich beisammen.
15. Oktober Das Wetter war super. Wir
fuhren mit den Autos bis zum Wanderparkplatz »Totenkopf« und wanderten nach St. Martin. Dieser
Ort ist einer der malerischsten Weindörfer der Pfalz. Er liegt mit 232 m erhöht am Hang der
»Haardt«, was waldige Höhe bedeutet. Dank des milden Klimas gedeihen hier die Weintrauben sehr gut,
ebenso Esskastanien und sogar Mandelbäume und Feigen. Also machten wir eine kleine Ortsbesichtigung mit Einkehr
in einer Straußenwirtschaft, in der es Pfälzer Spezialitäten gab. Beim
Weingut »Schneider« bekamen wir einen Apfel als Proviant, für den wir uns mit einem Wanderlied bedankten. Es
ging durch den Wald zurück. Nachdem wir uns im Hotel frisch gemacht hatten, war es Zeit zum Abendessen und einen
leckeren Schoppen. Müde, aber zufrieden ging es dann ins Bett.
16. Oktober Von unserem Hotel ging es
nach »Iggelbach« mit seinem gut erhaltenen Schlossturm aus Holz.
Vorbei am »Hochzeitswäldchen« und durch das »Stille Tal« kamen wir durch den
bunten Wald zum »Schusternagel«. Hier
gab es vom Geburtstagskind Christa ein Schnäpschen. Nach einem Ständchen wanderten wir in Richtung
Rasthaus »Taubensul«. Rolf erwies sich unterwegs als Kenner der verschiedenen Pilzarten und gab gerne Auskunft. Im
Rasthaus stärkten sich alle für den Heimweg mit Kaffee und Kuchen. Der Liederabend im Hotel wurde
instrumental unterstützt von Rolf und Adi. Ein schöner Tag ging zu Ende.
17. Oktober Das Wetter meinte es
wieder gut, als wir durch den bunten Wald und grüne Wiesen, begleitet von den letzten Sommerblumen, bergab und
bergauf unserem Wanderführer folgten. Bei einer Rast machten wir mit Weinkenner Helmut eine kleine
Weinprobe, bevor wir wieder zu unserem Hotel zurückfanden.
18. Oktober Nach dem Morgennebel
kam die Sonne, als wir unserem Ziel »Rhodt unter Rietburg« entgegenwanderten. Wieder ging es durch Wald zum
»Kreuzberg«, zur »Ottilienkapelle« und über den »Lourdesweg« zur »Mariengrotte«. An vielen Esskastanien vorbei
erreichten wir das Naturfreundehaus »Hüttenbrunn«. Hier wurde eine Rast eingelegt, bevor es weiter zur »Rietburg« ging (erbaut um 1200, zerstört im
30-jährigen Krieg), die mit 535 m die höchstgelegene Ruine der Pfalz ist. Zur Ruine hinauf fährt seit 40 Jahren die
erste »Pfälzische Sesselbahn«, die für uns natürlich tabu war. Über einem
romantischen Waldweg ging es weiter zu Schloss »Ludwigshöhe«, erbaut von König Ludwig I. von Bayern als
Sommeraufenthalt. Heute ist es ein Museum und beherbergt die ständige Ausstellung des Impressionisten Max Slevogt.
Weiter ging die Wanderung an Weinberge vorbei nach Rhodt. Kleine Proben mal der weißen, mal der blauen
Trauben mussten allerdings sein. Rhodt besteht aus wunderschönen Winzerhäusern - typisch mit den rebenumrankten
Torbogen. Im »Weingut Krieger« kehrten wir ein und genossen in einem Kellergewölbe den roten Federweißen und
Flammkuchen. Zurück im Hotel erwartete uns das Abschiedsessen - ein tolles Pfälzer Buffet.
Damit endeten unsere Wanderungen durch den Pfälzer Wald. Eines soll
besonders erwähnt werden: Der »kleine
Herbert« hat in dieser lustigen Gruppe tapfer mitgehalten und uns oft mit seinem Humor und Optimismus erfreut -
auch seine Schuhe hatten sich wieder eingefunden. Vielen Dank von uns allen an Helmut und Elisabeth.

Hanneliese und Adi
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