Wandern auf der Sonneninsel Mallorca

 

 

Im Bergfreund wurde die Tour »Wandern auf Mallorca« angeboten. So kam die Erfahrung von Kurt uns allen zu gute, denn es gab schon einige Touren dort mit ihm. Es machten sich zehn Wanderer auf den Weg, die Insel um Puerte de Söller zu erwandern. Wir hoben in Düsseldorf ab, und nach 3 ½ Std. bezogen wir im Hotel Eden (3 1/2 Sterne) unser Wanderhotel für zwei Wochen. Ein erster Blick über den Hotelpool, den Hafen, die Leuchttürme und Berge ließ unsere Herzen höher schlagen. Die ausgearbeiteten Touren wurden nun in Angriff genommen.

Viele Fincas erlaubten nicht mehr den Durchgang, da die Insel fast nur im Privatbesitz und die Wanderwege sind nicht gut ausgewiesen. Durch die guten Ortskenntnisse von Kurt und sein gutes Gespür für das Gelände haben wir wunderschöne Touren gemacht.

1. Tag. Als Einlauftour ging um den Hafen zum Großen Leuchtturm mit Blick auf Pt. de Söller, Hafen und Meer. Über einen kleinen Küstenweg in Richtung Deya. An einer Finca wurde eine Saftpause gemacht bevor es weiter zur Stadt Söller gewandert wurde. Die schöne Stadt Söller, mit Kirche, alte Häuser und die Kleinen Gassen wurden bewundert.

2. Tag. Eine kleine Bergtour, vorbei an Marias Finca und über den Söller Paß, führte uns zum Maler und Bergdorf Fornalutx. Der alte Marktplatz lud zur Rast ein. Der kleine Anstieg war schnell vergessen. Zurück führte der Weg über Stadt Söller, mit Einkehr in die alte Eisfabrik, und weiter ging die Wanderung bis Pt. de Söller.

3. Tag. Mit dem Schiff ging es zum Ausgangspunkt der Wanderung ab der Bucht Tuen. Über einen Bergrücken erreichten wir nach ca. 2 ½ Std. die Bucht Calobra. Es war ein Weg der schönen Aussicht, aber es wurden auch viele Höhenmeter erwandert. Die in den Bergen versteckten traumhaften Fincas hinterließen einen Eindruck von Reichtum und Prunk.

4. Tag. Heute brachte der Bus uns zum Landhaus San Marroig auf einem Pass hinter dem Ort Deya. Durch eine Anlage einer Finca, (Kosten 3 Euro) stiegen wir zu der Felsenzunge Sa Foradada zum Meer ab, um wieder eine höher gelegene Felsenbar zu erreichen. Von dort war der Rundblick über das Meer und Land sehr schön. Der Rückweg führte uns in den kleinen Ort Deya, ein schönes Bergdorf, mit einem alten Hafen und einer Badebucht.

5. Tag. Auch einen ruhigen Wandertag oder besser Spaziergang war angesagt. Mit dem Bus fuhren wir bis Palma Stadt. Ein Bummel durch Stadt und Hafen brachte uns auch die Kultur der Insel näher und es fehlte nicht an Eindrücke.

6. Tag. Der Bus fuhr uns zum Ort Valldemossa. Nach einem Rundgang durch den Ort, wanderten wir auf dem Reitweg von Erzherzog Ludwig Salvator von Österreich. Eine Tour, wo man die Schönheit einer oberen Küstenwanderung erleben kann.

7. Tag. Nach einer Busfahrt durch die Berge erreichten wir den Cuber–Stausee. Ab jetzt wanderten wir über Stock und Fels, vorbei am Wasserkanal für die Stadt Palma. Nach Auf- und Abstiegen erreichten wir einen Pass, der uns zum Kloster Lluc führte. Eine Besichtigung vom Kloster und Kapelle der schwarzen Madonna rundete den Wandertag ab.

8. Tag. Heute begann die Wanderung wieder am Landhaus San Marroig und zur unteren Felsenzunge von Sa Foradada. Nun begann ein Springen über Felsgestein in Wassernähe. Die Trittsicherheit in Wassernähe wurde zum Erlebnis. Nach ca. 2 Std. erreichten wir einen Wanderweg, der zum Ort Valldemossa führte. Ein wildes Maultier verfolgte uns über einige km und griff auch unsere Rucksäcke an. Nach einer Fütterung nahm er immer wieder die Verfolgung auf. Wie ein Wachhund einer nahen Edel–Finca hielt er uns im Auge.

9. Tag. Ein ruhiger Wandertag wurde heute eingelegt, denn es ging zur Badebucht von Deya. Eine Badezeit von 2 Std. wurde zum Sonnen und Schwimmen im Meer genutzt. Es entstanden Bilder der Erholung, aber auch wie vom Felsen abgestürzt, lag man im Schatten der Felsen.

10. Tag. Ein Tag wie kein anderer erlebten wir heute. Einige nahmen Auszeit vom Wandern, einige fuhren mit dem Schiff zur Bucht Calobra und der Rest machte die Tour durch den Torrent de Pareis. Mit dem Bus fuhr man bis zur Passhöhe Escora 654 m hoch. Wir steigen ab zum Bachbett auf schlecht ausgewiesenen Pfaden. Nach ca. 2 Std. erreichten wir das schon trockene Flussbett, so war auch die Info von Katrin, eine örtliche Wanderführerin, die Kurt kannte. Die Felsbrocken von ca. 4 bis 5 m im Bach mussten mit Seil überwunden werden. Im Flussbett vor der Calobra Bucht überraschten uns 4 Wasserstellen mit einer Tiefe von 30 bis 120 cm. Jetzt begann erst recht ein Abenteuer. Der starke Wind vom Meer hatte das Wasser in den Torrent de Pareis gedrückt und den Wasserstand erhöht. Jetzt fing erst recht ein Abenteuer an. Das Wasser hatte angenehme Temperaturen, jedoch die nasse Kleidung und Schuhe waren schon nicht so lustig am Körper. Am Ende der Schlucht fehlte uns etwas an Zeit, um das letzte Schiff zu bekommen. Das Schiff für die Rückfahrt hatte schon abgelegt. Durch Zurufen legte das Schiff für uns doch noch einmal an und nahm uns nasse Pudel auf. Durch Helga, Brigitte und Renate, die schon mit dem Schiff angekommen waren, hat der Schiffsführer ihre Bitte und auch unsere Lage erkannt. Wieder alle vereint, erreichten wir den Hafen von Porte de Söller. Nun hatte Kurt auch mit uns Seepferdchen gemacht und alle waren stolz auf ihre Leistung.

11. Tag. Nach einem Erlebnistag wurde ein Tag der Besichtigung eingelegt. Es ging mit dem Bus vorbei am Torrent de Pareis, durch Berg und Tal und einer Pause in Kloster Lluc, weiter bis zur Küstenstadt Pt. Pollensa. Eine schöne Hafenstadt, so richtig zum Bummeln. Auch so kann ein Wandertag sehr schön sein.

12. Tag. Langsam fanden die zwei Wanderwochen ein Ende, auch wenn Kurt noch eine Anzahl an Wanderungen für uns hatte. Heute ging es vom Hotel zur Stadt Söller, weiter zum Bergdorf Binnibassi. An einem alten Waschhaus machten wir Rast. Unser weiteres Ziel war das Bergdorf Fornalux, mit seinem alten Marktplatz. Die mit einer Blumenpracht gezierten Gassen und Häuser machten den Ort wirklich zum schönsten Bergdorf. Auch wenn die schöne alte Sonnenuhr am Kirchturm etwas nachging, war das Wetter wie immer, schön. Als wir Söller erreichten, wurde die alte Straßenbahn benutzt, um Pt.de Söller zu erreichen.

13. Tag. Heute war eine kleine Wanderung angesagt und so kam es auch. Abschied von Puerto de Söller, mit seinem schönen Hafen. Wir wanderten zum oberen Leuchtturm und zweigten in ein Villen-Wohngebiet ab. Neue Häuser, mit prachtvollen Blumenschmuck versehen, stärkten unseren Eindruck von der Sonnen- und Blumeninsel Mallorca.

14. Tag. In Palma rief die Condor, und alle kamen und flogen mit ihr nach Düsseldorf zurück. Ein sehr schöner Wanderurlaub bleibt uns erhalten. Dank der guten Führung und der schönen Gruppe bleibt ein erlebter Traum bestehen.


Zurück zur Tourenübersicht