Nach dem Aconcagua (6959 m, Südamerika) und dem Elbrus (5642 m, Europa) stand ich mit meinen Freunden Erika Eckert und Dirk Degroot am 26. Februar 2004 auf meinem dritten Seven Summit, dem 5895 m hohen Kilimanjaro (Afrika). Als wir vier - darunter war auch meine Lebensgefährtin
Sabine Schmidt - uns im letzten Sommer vornahmen, den höchsten Berg Afrikas zu besteigen, konnte keiner meiner Freunde wissen, dass dieser sozusagen alpintechnisch »einfacher« war,
wie Sportkletterer zu sagen pflegen.
Ein landschaftlich schöner und konditionell anspruchsvoller Berg ist der Kibo aber allemal.
Nach dem Flug über Dubai nach Nairobi und einer staubigen, schlaglochreichen vierstündigen Fahrt nach Loitokitok nahmen wir als erstes an einer Safari im Amboseli Nationalpark teil.
Elefanten, Wasserbüffel, Warzenschweine, Zebras und viele andere Tiere bekamen wir zu Gesicht.
In den nächsten vier Tagen bestiegen wir den Kibo, wobei von neun Teilnehmern einer auf der School Hut und zwei am Gillmans Point wegen Höhenproblemen aufgaben. Also Stande wir um neun Uhr nach einem um ein Uhr nachts beginnenden Aufstieg auf dern höchsten Punkt des afrikanischen
Kontinents. Auch hier hatten wir, wie die ganzen letzten Tage lang, nur strahlenden Sonnenschein; und die Aussicht war grandios. Afrika lag uns zu Füßen.
Ich kann nur jedem, der das Höhenbergsteigen erlernen will, empfehlen, den Kibo zu besteigen, da dieser Berg mir durch die Kürze der Zeit schwerer fiel als mein 7105 m hoher Peak Korschnewskaja.
Jedem der Interesse am Höhenbersteigen hat, stehe ich gerne für Tipps zur Verfügung.