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Tipp Nr. 9
»Via Claudia Augusta«
Caudia Augusta ist der Name der alten Kaiserstraße, die von Altino nach Augsburg führte und dabei Venetien, Trentino-Südtirol, Tirol und Bayern durchquerte, weshalb sie als die Linie
"Venedig-München" römischer und mittelalterlicher Zeit angesehen werden kann.
Viele Jahrhunderte hindurch war die Via Claudia Augusta die Hauptverbindungsachse
zwischen der lateinischen und germanischen Kultur, und auf ihrer Strecke sind auch
heute noch historische Zeugnisse erkennbar, die den Wert dieses Straßenzuges der
Antike bekunden. "Via Claudia Augusta" wurde nun auch das Projekt
genannt, das dazu
dient, die alte Straßenachse als europäischen touristischen Weg von geschichtlicher
und landschaftlicher Bedeutung zu fördern, historische Aspekte wiederaufzudecken und
Verknüpfungen historischer Art zu schaffen, Landschaftswerte zu betonen, den
unersetzlichen künstlerischen und architektonischen Reichtum wiederherzustellen.
Diese Straße soll nun im Web neu erstehen und der Reisende
kann dort Anregungen finden, in der heutigen Zeit den Spuren
dieser Straße zu folgen.
(2002-10-24)
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Tipp Nr. 8
»Tag der Regionen«
Nicht unbedingt in die Berge führt Sie dieser Tipp, es sei
denn Sie wohnen schon dort: Am Erntedanksonntag, 6. Oktober
2002, findet zum erstenmal bundesweit der »Tag
der Regionen« statt.
Aus der Presseinformation: »Ziel
des Aktionstages ist, möglichst viele Menschen davon zu überzeugen,
dass Einkäufe in der Region auch gleichzeitig Entscheidungen
für die Region sind. Lebensmittel oder Gebrauchsgüter reisen
heute oft um die halbe Welt bis sie bei uns landen ...
Dieser unnötige Warentransportverkehr belastet die Umwelt,
die Frischwaren verlieren dabei an Qualität. Ein gesundes Maß
an Globalisierung neben einer vielseitigen Regionalisierung überall
auf der Welt spiegelt sich in gerechten Preisen für heimische
Produkte, aber auch im fairen Handel mit anderen Ländern
wieder. Regionalisierung ist ökonomisch sinnvoll, weil die
Kaufkraft in der Region bleibt, ökologisch tragfähig, weil
umweltbelastende Transporte vermieden werden und sozialverträglich,
weil Arbeitsplätze und Lehrstellen gesichert werden.«
Dem Bergsteiger, der auf der Hütte in Italien ein
Plastiknäpfchen mit einem Klecks Marmelade aus
Schleswig-Holstein öffnet, dürfte das bekannt
vorkommen...
(2002-10-04)
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Tipp Nr. 7
Wege zu den »Käsealpen« in der Schweiz
Wanderern, die die Schweizer Alm-Sennereien entdecken möchten, stehen ab jetzt zwei
Informationsquellen zur Verfügung: Die eine ist die Webseite alporama.ch,
ein Datenbank-Projekt, das Alpbetriebe mit Bildern und Informationen
z. B. über den Eigentümer, die Lage und Größe der Alp vorstellt.
Auch touristische Auskünfte zu vorhandener
Infrastruktur, Sehenswürdigkeiten und möglichen Wanderungen in der Umgebung werden
bereitgestellt. Genauso aufgebaut ist das Buch »z'Bärg - Wege zum
Alpkäse«, das sich speziell
den Alm-Sennereien am Eingang zum Berner Oberland widmet.
(2002-10-04)
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Tipp Nr. 6
(etwas für Winterabende, an denen man nicht nach draußen will)
Taler, Taler, du musst wandern...
... Wer kennt dieses Kinderlied nicht. Aber wussten Sie, dass
Sie Ihren (Euro-)Talern auch dabei zugucken können? Das Internet
macht's möglich: Bei myEuro.info können Sie Euro-Scheine
registrieren lassen und ihren weiteren Weg verfolgen.
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Tipp Nr. 5
Trekking zwischen Grenze und Himmel
Wandern gilt im Fernsehen normalerweise nicht als der Knaller,
aber im UNO-Jahr der Berge darf das Mauerblümchen auch mal
ans Licht: In der Schweiz findet ein vom Fernsehen begleitetes
Trekking unter dem Motto »tra confine e cielo«
statt. In 40 Tagesetappen geht es der Tessiner Grenze entlang von Ort zu Ort, von Hütte zu
Hütte. Die Wanderleitung ist gratis. In den Kategorien »Wanderer« oder
»Bergsteiger« kann man sich für einzelne oder mehrere Tagesetappen entscheiden.
Anmeldeschluss ist der 25. Mai. Daten, Routenplan und Anmeldeformular:
http://www.ti.ch/montagne
Kurzbeschreibung auf Deutsch: http://homepage.swissonline.net/wander-site/Tessingrenze.html.
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Tipp Nr. 4
Die UNO hat das Jahr 2002 zum »Internationalen Jahr der
Berge« erklärt. Damit soll »der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die
Berge weltweit eine wichtige Funktion für das Überleben der Menschheit
haben.« (Was leider nicht
unbedingt für Einzelexemplare gilt.) »Deshalb sollen auf internationaler,
nationaler, regionaler und lokaler Ebene Anstrengungen unternommen werden, um
sensible Gebirgsökosysteme zu schützen und die nachhaltige Entwicklung der
Berggebiete zu fördern.«
Um mein Scherflein (genau 56 + 26 Ct) dazu beizutragen, habe ich meinerseits
gleich auf lokaler Ebene eine geringe Anstrengung unternommen
und mir die entsprechende Sondermarke (siehe rechts) bei der
Post besorgt ;-).
Ernsthafte Informationen gibt's bei der offiziellen Web-Site www.mountains2002.org
und dem deutschen Pendant www.berge2002.de.
Aber auch ein Blick
in die Schweiz lohnt.
Und wenn Sie etwas zum Jahr der Berge beitragen
wollen, können Sie das an der Ideenbörse
in Liechtenstein. Wenn Sie jetzt aber mosern, dass Sie
hier eigentlich Tourentipps erwartet hatten, bitte sehr: Am
21. und 22 Juni 2002 wird in Oberstdorf der Weitwanderweg »Via Alpina« mit einem Festakt,
einem »Markt der Regionen« und (natürlich) einer Wanderung
eröffnet. Wem das zu früh ist: In den folgenden Wochen und
Monaten werden jeweils Teilstrecken »in Betrieb
genommen«, so z. B. am 7.
September in Liechtenstein.
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Die Via alpina: Ein Wanderweg durch die acht Alpenstaaten
Der umfangreichste Weitwanderweg entlang des gesamten Alpenbogens wird im Rahmen des
»Internationalen Jahres der Berge« im Sommer 2002 eröffnet. Unter Federführung der GTA (Grande Traverse des Alpes) und unter Einbeziehung der im CAA vertretenen alpinen Verbände wurde der Weg durch
alle acht Alpen-Staaten konzipiert.
Entlang ihrer 6000 km langen Strecke von Monaco (gemeint ist das am
Mittelmeer) nach Triest lädt die Via Alpina ein zur Entdeckung des Natur- und Kulturerbes im gesamten Alpenraum. Dabei wurden die meisten der alpinen Gebirgsgruppen mit einem Netz auf markierten Bergwanderwegen ohne Kletterpassagen erschlossen. Rund 40 Natur- und Nationalparks und Naturschutzgebiete werden dabei durchquert.
Die Via Alpina verbindet alle acht Alpenstaaten: Italien, Österreich, Frankreich, die Schweiz, Slowenien, Liechtenstein, Monaco und Deutschland. Wanderer, die derzeit das gesamte Alpengebiet durchlaufen, benutzen im allgemeinen den nationalen österreichischen Nord- oder Zentralalpenweg, dann den Schweizer Walserweg und zum Schluss die Grande Traversata delle Alpi/Sentiero Italia in Italien oder die Grande Traversée des
Alpes/GR5 in Frankreich und verzichten somit auf Slowenien und Monaco im Süden sowie meistens auch Deutschland und Liechtenstein im Norden.
Für die Via Alpina wurden jedoch keine neuen Wege eingerichtet, sondern bestehende
verknüpft. Sie wurde in fünf Teilstrecken gegliedert:
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Der Rote
Weg: Ein Verbindungsweg durch alle acht Alpenländer von Triest bis Monaco, an welchen die anderen Teilstrecken angeschlossen sind: Julische Alpen – Karawanken – Karnische Alpen – Dolomiten – Zillertal – Tuxer Alpen - Karwendel – Wetterstein – Lechtaler Alpen – Allgäu – Rätikon – Silvretta – Rhätische Alpen (Graubünden/ Ortler) – Lepontische Alpen (Lombardei/ Tessin) – Walliser Alpen – Berner Alpen – Chablais – Mont-Blanc – Grajische Alpen
(Aostatal/Vanoise) – Dauphiné – Queyras – Cottische Alpen – Seealpen – Niederpiemont – Ligurische Alpen.
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Der violette
Weg durch die Ostalpen: östliche Julische Alpen –
Karawanken – Steirische Alpen – Niedere Tauern – Dachstein – Salzburger Alpen – Berchtesgadener Alpen – Chiemgauer Alpen – Bayerische Voralpen – Ammergauer Alpen – Allgäu.
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Der gelbe
Weg verbindet die Kalkmassive des Südens mit denen des Nordens und überquert die Hauptkette: westliche Julische Alpen – Karnische Alpen – Dolomiten – Ötztal – Lechtaler Alpen – Allgäu.
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Der grüne
Weg: Von Liechtenstein zum Berner Oberland: Rätikon –
Zentralschweiz – Berner Alpen.
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Der blaue
Weg: Monte Rosa – Gran Paradiso – Monviso – Apennin: Wallis – Penninalpen – Kottische Alpen – Seealpen.
Weitere Informationen zur »Via Alpina«
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Tipp Nr. 3 (2002-04-02)
Im Urlaub schwitzen? Nichts Ungewöhnliches, wenn auch aus
verschiedenen Gründen: auf'm Teutonengrill oder in der
Schlüsselstelle, das ist ja schon ein Unterschied. Hier noch
eine Variante: Im Bergwald. Wie, wo und warum, das erfährt
man auf den Seiten des Bergwaldprojekts.
Zitat: »Das Bergwaldprojekt wurde 1987 gegründet und seither haben über achttausend Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an einem freiwilligen Einsatz teilgenommen. Dabei lernen die Teilnehmer/-innen in der praktischen Waldarbeit den Lebensraum Bergwald aus der Nähe kennen und leisten mit ihrer Arbeit einen eigenen aktiven Beitrag zu dessen Erhaltung.
Das Bergwaldprojekt wird durch Greenpeace, den Kanton Graubünden, das Migros Kulturprozent, den WWF, anderen Institutionen und vielen Einzelpersonen unterstützt.
Die deutschen Projekte werden vollumfänglich vom Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in St. Andreasberg organisiert und finanziert.«
Nüchtern und präzis'
(eben schweizerisch) sind Arbeitseinsätze im Wald im
Urlaub (oder im Urlaub im Wald) aufgeführt. Das Angebot
reicht von von der Schweiz über Österreich nach Deutschland und vom Frühjahr bis zum
Herbst.
Und zur Einstimmung findet man auf der Linkseite einen virtuellen
Waldspaziergang der Eidg. Forschungsanstalt.
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Tipp Nr. 2 (2001-08-04)
Oder soll es doch eher (im zweifachen Sinne)
etwas Klassisches sein? Bitte sehr:
Als wir Anfang Juli auf der De Gasperi-Hütte ankamen, war der
»Géstore« gerade dabei, ein Plakat aufzuhängen und eine
Stelle sorgfältig mit Marker zu verzieren: Es war die
Ankündigung eines Konzertes, das demnächst hier stattfinden
sollte. Auch in diesem Jahr findet auf Hütten im Friaul und im
angrenzenden Cadòre wieder die Veranstaltung »Note in
rifugio« statt. Es handelt sich um eine Reihe von
klassischen Konzerten, in kleiner Besetzung, die in der
weniger steifen Atmosphäre einer Berghütte sicher ein ganz besonderes Vergnügen bereiten.
Schade, dass unser diesjähriger Urlaub schon früher beendet
war!
Die Konzertreihe läuft noch bis zum 7. Oktober. Informationen
und auch ein gedrucktes Programmheft (italienisch/deutsch) gibt es bei ASSORIFUGI.
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Tipp Nr. 1 (2001-08-04)
Es muss ja nicht immer Hindelanger Klettersteig
oder Meraner Höhenweg sein. Vielleicht zur Abwechslung
mal was ganz Verrücktes? Bitte sehr:
Wollten Sie schon immer mal genau auf 46° nördlicher Breite
und 10° östlicher Länge stehen? Dann nichts wie hin. Dieser
Punkt (ein ganzzahliger Schnittpunkt von Breiten- und
Längengrad) fehlt dem »confluence«-Projekt noch in seiner
Sammlung und ist einer der wenigen, die in den Alpen noch undokumentiert sind. Dieses Projekt
hat es sich zum Ziel gesetzt, alle diese Schnittpunkte
(natürlich im Internet, mit Fotos und Bericht) zu
dokumentieren, und dabei wird Ihre Hilfe gebraucht.
Da ich mich schon ein bisschen für die Gegend interessiert
hatte, ein paar Hinweise: Der bewusste Punkt liegt in der
Lombardei, Provinz Bergamo, etwa 41,5 km NNO von Bergamo, etwas südwestlich des Monte Vigna Soliva (2356 m) in ca. 1858
m Höhe. Alpinistisch gesehen gehört er zu den Orobischen, in
Deutschland besser (?) als Bergamasker Alpen bekannt. Der Orobische
Höhenweg führt in der Nähe vorbei und das Gebiet ist als »Parco
Regionale delle Alpi Oróbie« ausgewiesen. Die nächste
Straße (von Bergamo oder Brescia durch das Valbondione) endet
einige Kilometer nordöstlich in Lizzola. Kartenmaterial
ist so gut wie nicht vorhanden, da kriegt man eher was vom
Hindukusch. Die einzige kleinmaßstäbliche Karte, die ich
kenne, ist Blatt 210 der Edition Multigraphic, Florenz (1:25.000), ungefähr 20 Jahre alt. Genau die richtige Tour für
Entdecker.
P. S. Kompass oder GPS-Gerät und Fotoapparat nicht vergessen! |