|
|
|
In den Alpen kann man ein Leben lang unterwegs sein, ohne sich zu
wiederholen*). Aber oft landet man doch wieder auf den ausgetretenen Pfaden.
Dürfen wir Ihrer Fantasie etwas auf die Sprünge helfen?
*) Toni Hiebeler hat sich einmal eine Route
längs durch die Alpen
- von Wien nach Nizza - ausgedacht und 30 Jahresurlaube dafür veranschlagt.
|
 |
| |
|
|
|
Tipp Nr. 21
Beruflich und familiär werde ich im Moment auf
Trab gehalten. Trotzdem abschließend zum Jahreswechsel ein
Tipp, wenn auch kein »selbstgemachter«.
Weihnachten im Alpinen Museum
Alle, die sich nicht in Richtung Alpen aufmachen können, aber trotzdem etwas Bergiges erleben möchten, sind im Alpinen Museum genau richtig. Ob groß oder klein - hier kommt jeder auf seine
Kosten.
Otto Bauriedl - Bergsteiger und Künstler
Bis 30. April 2006 sind im Museum des DAV auf der Praterinsel Kunstwerke des Münchener Malers und passionierten Bergsteigers Otto Bauriedl (1881-1961) ausgestellt. Wie kaum ein anderer verstand Bauriedl seine Leidenschaft für das Bergsteigen mit dem Malen zu verbinden. Die persönliche Auseinandersetzung mit der Natur blieb in seiner Malerei immer vorrangig, weniger die Auseinandersetzung mit aktuellen geistigen Strömungen.
»Meine Philosophie ist ein Halleluja auf die Natur. Diese hat zwei Seiten, eine draußen um uns und eine drin, in uns. Der Maler macht ein Bild
daraus.«
Mit der Nase in die Alpen. Die Geschichte der Düfte in den Bergen
»Mmmh, das riecht ja wie auf 'ner Almwiese« stellte die fünfjährige Susanne fest, als sie ihre Nase in die kleinen Holzkistchen steckte, die mit den verschiedensten Heusorten aus den Bergen gefüllt sind. Noch bis 12. Februar kann man mit der aktuellen Sonderausstellung
»Mit der Nase in die Alpen« in die Duftwelt der Berge eintauchen. Die Ausstellung geht den besonderen Gerüchen und Düften der Alpen nach und vermittelt damit einen neuen Zugang zu Natur, Alltag und Kultur der Alpen. Auf einem Erlebnispfad können die Besucher mit Hilfe von Geruchsproben die Bergwelt so richtig erriechen: los geht's mit angenehmen Düften von Lärchen,
Geißblatt und Himmelsherold. Danach werden die Geruchsnerven schon etwas mehr strapaziert: mit dem etwas unangenehmen Geruch von getragenen Bergsocken und Milchsäure. Zum Schluss gibt's für die Hartgesottenen noch ein besonderes Schmankerl: eine Brise Ziegenbock-Gestank.
Museumsöffnungszeiten in der Weihnachtszeit
Das Alpine Museum ist am Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag, Silvester und Neujahr
geschlossen. Sonst ist es zu den üblichen Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 13-18 Uhr,
Samstag, Sonntag und Feiertag 11-18 Uhr geöffnet.
Nähere Informationen zum Alpinen Museum finden Sie unter: www.alpenverein.de/Alpines
Museum.
(2005-12-29)
|
|
|
|
|
Tipp Nr. 20
Und was machen die Daheimgebliebenen?
Bergerlebnisse kann ich hier zwar nicht anbieten, aber
zumindest einen Hauch von Ferne.
Das Wandern
auf den Jakobswegen ist in den letzten Jahren beliebt. Meist
beschränken sich die modernen Pilger jedoch auf die
Strecken durch Frankreich und Spanien. Aber auch durch
unsere Gegend kamen die Pilger. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR), die
Deutsche St. Jakobusgesellschaft in Aachen und ihr niederländisches
Pendant, die »Stichting Pelgrimswegen naar St. Jacob«, haben ein
Buch mit Karten und Beschreibungen herausgebracht und den
Weg ausgeschildert -
250 Kilometer! Das Zeichen
mit der gelben Muschel auf blauem Grund klebt jetzt an
Straßenschildern und Bäumen auf gut
100 Kilometern von Kranenburg bei Kleve über Kevelaer,
Straelen und Venlo bis nach
Maastricht.

Der Weg entspricht allerdings nicht ganz der historischen
Route: »Die alten Römerstraßen
sind heute zum Teil Bundesstraßen, da kann niemand pilgern«,
erklärt Robert Plötz, Präsident der Deutschen
Jakobusgesellschaft.
Die ersten Etappen um Kleve kommen typisch niederrheinisch daher. Flache Felder zwischen
Kranenburg und Goch werden nur von Kopfweiden und Pappeln
unterbrochen. Durch den Reichswald erreicht man Kevelaer. Der
Wanderer überquert mehrfach die Niers oder einen der unzähligen
anliegenden Kanäle. Auf dem Kirchplatz von Straelen ist das Jakobssymbol
sogar ins Bodenpflaster eingearbeitet. Weiter geht es vorbei
an der Fossa Eugenia, dem einst von den Spaniern geplanten Kanal
zwischen Rhein und Maas, und über die Grenze nach Holland
bis Venlo. Wer noch Zeit und Puste hat, kann über Roermond
nach Maastricht weiterziehen, wo die Wege vom Niederrhein
und aus dem Rheinland zusammentreffen.
Man muss auch nicht unbedingt zu Fuß gehen am platten
Niederrhein: Ich habe einige Etappen problemlos mit dem
Fahrrad zurückgelegt.
(2005-05-08)
|

Aktuelle Informationen zum Jakobsweg finden sich im Forum von fernwege.de.
Hintergrundwissen bietet die wikipeadia.
|
|
|
|
Tipp Nr. 19
Am deutlichen Anstieg der Zugriffe auf unsere
Website im April (anderswo wird es sicher genauso sein) sehe ich, dass
die Bergfreunde ihren Winterschlaf beendet haben und wohl heftig
bei der
Tourenplanung sind. Oder suchen Sie noch? Hier ein Tipp für
eine Gegend, die wohl Vielen durch den Dolomitenhöhenweg 1 bekannt, aber -
wie man sieht
- noch für Entdeckungen gut ist:
Seit vielen Jahren
war bei den einheimischen Mineraliensammlern eine Höhle im Travenanzestal (zwischen der Tofanagruppe und dem Fanesgebiet) ein Anziehungspunkt, weil dort aus dem dolomitischen
Sand des Höhlenbodens eigenartige kugelförmige Bildungen zum Vorschein kamen.
Es handelt sich um sogenannte Konkretionen (Zusammenwachsungen), die sich dadurch gebildet haben, dass kalkhaltiges Wasser sehr langsam durch den Sand
diffundiert und den Kalk in konzentrischen Schichten um einen
Kern (einen Stein oder ein Sandkorn) herum abscheidet. Mehrere solche Kugeln können zu puppenähnlichen oder anderen phantastischen Gebilden
zusammenwachsen.
Solchen steinernen Puppen war Willy Costamoling aus Corvara im August 1987 auf der Spur. Ein Fossiliensucher hatte ihm erzählt, dass er am Fuß der Conturines in Richtung Fanesalm ähnliche Kugeln im Geröll gefunden hätte;
es wäre zu vermuten, dass auch in diesem Gebiet Höhlen mit Travenanzes-Puppen anzutreffen wären.
Tatsächlich sah Willy Costamoling, als er über den Ostrücken der Taibunspitze, einem Nebengipfel der Conturines, aufgestiegen war, von weitem den Eingang einer großen Höhle.
Die Dimension des Portals und das Dunkel dahinter ließen schon erahnen, dass hier ein Gang tief in den Berg führte, der vielleicht die begehrten Puppen enthielt. Da er aber weder genug Zeit für
eine Erkundung noch eine Lampe hatte, verschob es dieses Unternehmen auf den
Herbst...
Was aus diesem Unternehmen geworden ist, kann man auf den
schön gestalteten Web-Seiten »Die
Höhlenbären der Conturines« nachlesen.
Und vielleicht möchten Sie ja dann selbst auf den Spuren eiszeitlicher Tiere
zur Bärenhöhle an der Conturines wandern. Da ich
seit einigen Jahren nicht mehr in dieser Gegend war, gebe
ich gern einen Vorschlag
zu einer Wochentour in der Fanes und Tofana
aktuelleren Datums (mit ausführlichen Angaben zur
Vorbereitung im PDF-Format!) weiter.
(2005-05-05)
|
Zur Vorbereitung einer Tour sind vielleicht Informationen der Naturparkverwaltung zum
Naturpark Fanes
willkommen. Es gibt sogar die Möglichkeit einer
Virtuellen Wanderung
(Java notwendig).
Und dass das Fanesgebiet ein Stück Erde voller Geheimnisse ist, weiß jeder, der einmal die
Fanessage
oder andere Sagen der Ladiner gelesen hat.
|
|
|
|
Tipp Nr. 18
Quer durch die Parke - Durch den Schweizerischen
Nationalpark und den Nationalpark Stilfser Joch von Zernez nach Malè/Pejo
Zeit für die Planung der Sommertour! Der letztjährige Urlaub im Trentiner Teil des Nationalparks
Stilfser Joch (Parco dello Stelvio) hat uns so gut
gefallen, dass wir auch in diesem Jahr unsere Blicke (und
natürlich unsere Füße) wieder dorthin richten (wo genau,
verrate ich allerdings - noch - nicht). Dass wir dort
richtig sind, bestätigt ein Zitat aus dem Abschlussbericht zu INTERREG II:
»Unsere Gäste suchen vor allem das Wanderangebot und die Ruhe. Weit dahinter folgen dann
Erlebnisangebote, Kultur und Shopping.«
Als Anregung gebe ich allerdings gerne einen
Tourenvorschlag weiter, die ich einem im Rahmen der INTERREG II
publizierten Dokument entnommen habe.
Es ist die Durchquerung des
Schweizerischen und des Nationalparks Stilfser Joch in etwa
2 Wochen. Es handelt sich um ein Hüttentrekking, bei dem alle Landschaftsformen und
Vegetationsstufen der Schutzgebiete durchwandert werden.
Tourenplan:
Viel Spaß bei der Planung, und vielleicht
sehen wir uns ja im Juli/August.
(2005-02-03)
|
Gebietsführer: Alpenvereinsführer Ortleralpen, Bergverlag
Rother
Karten:
Die
Offizielle Site des Schweizerischen Nationalparks
Private
Tourenseite zum Schweizerischen Nationalpark
Tourismusinformation
Trentino
Das
Magische Rätische Dreieck
Der Abschlussbericht
zu INTERREG II im Rätischen Dreieck
Der
militärhistorische Wanderweg Stelvio-Umbrail

(zum Vergrößern auf das Bild klicken)
|
| |
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| |
|
|