Sächsische Schweiz


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Tourenbericht

Standortwanderung vom 07.09. bis 14.09.2014 in der Sächsischen Schweiz

Natürlich kann ich hier nicht über die gesamte Sächsische Schweiz schreiben, aber zumindest über die Highlights, die unsere Gruppe in der Woche vom 07. bis 14.09.14 besuchte. Für alle, die das Gebiet im Osten Deutschlands nicht kennen, hier eine Beschreibung in einem Satz: 

 

„Die Sächsische Schweiz ist ein Mittelgebirge südlich von Dresden, bekannt für seine imposanten Felsengebilde, Burganlagen, Wälder, Raddampfer und dem gleichnamigen Nationalpark, der sich auf Tschechischer Seite fortsetzt.“

 

 

Wandern, Kraxeln, Radeln, all dies ist in der Sächsischen Schweiz möglich. Wanderungen, imposante Tafelberge, bizarre Felsen und tiefe Schluchten lassen keine Langeweile aufkommen. Schon vor mehr als 200 Jahren war dieser Landstrich ein beliebtes Wander- und Feriengebiet.

 

Auch unsere fröhliche, unternehmungslustige Wanderschar fühlte sich in den gebuchten Hotels sehr wohl. Vom Hotel Grundmühle in Krippen aus, liefen wir den Kaspar-David-Friedrich-Weg und bestiegen dabei die Kaiserkrone und den Zirkelstein. Der Tag war mit 19 Km, 500 Hm und 7 Std. Wanderzeit voll ausgereizt.

Eines der Highlights der sächsischen Schweiz besuchten wir am 2. Tag. An der Elbe entlang gingen wir nach Hrensko um von dort eine Bootstour auf der Edmundsklamm zu genießen. Nach einem Aufstieg von einigen hundert Metern und ca. 6 km Waldwanderung standen wir plötzlich vor dem Prebischtor.

 

 

Mit einer Höhe von 16 Metern und einer Spannweite von 26,5 m ist es das größte Naturfelsentor Europas. Leider darf der Bogen nicht mehr begangen werden.

 

Dafür begingen wir am Folgetag die Bastei mit der weltbekannten Brücke, dem Touristenziel hoch über der Elbe. Der Aussichtsturm an der Brücke ist 190 m über dem Fluss. Die Basteibrücke wurde 1851 erbaut. Über die Schwedenlöcher stiegen wir zum Amselsee ab, um anschließend einen Hotelwechsel vorzunehmen.

Im wildromantischen Kirnitzschtal, ca. 5 km oberhalb von Bad Schandau, direkt verbunden mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn, liegt unser Hotel Forsthaus. Eine zentralere Stelle gibt es nicht, um weitere Highlights zu erkunden.

Vom Hotel aus bestiegen wir den kleinen Winterberg und die Affensteine, genossen die wunderschöne Aussicht von der Ida Grotte und erfuhren, dass im 30jährigen Krieg die Bauern ihre Kühe in eine Höhle trieben, um sie vor den schwedischen Soldaten zu verstecken. Die „Kuhstallhöhle“ ist 17 m breit, 24 m lang und 11 m hoch.

 

 

von links: Hans Aldenkirchs, Werner Ponzelar,Ria Braun, Ingrid Schröter, WL. Heinz Braun, Annemarie Bienemann, Ursula Zeuner, Marianne Verlinden, Monika Ponzelar, Marita Fuchs, Willi Selders, Silvia Heyer, Elisabeth Neumann, Siggi Krenn, Erich Hilgers. Auf dem Bild fehlt: Robert Reichling.

 

Direkt an der Tschechischen Grenze, in Hinterherrmsdorf, erfreuten wir uns wieder an den humorvollen Sprüchen eines „Gondoliere“, der uns mit seinem Boot über die obere Schleuse transportierte. Ein langer Marsch durch das Kirnitzschtal ließ keine Langeweile aufkommen. Das Tschechische Bier zum Abschluss der Wanderung schmeckte sehr gut und war außerdem auch noch preiswert.

 

Für den letzten Wandertag haben wir uns das Highlight Schrammsteine, hoch über der Elbe, aufgehoben. Der Blick aus dem Wald auf die Felsen ist gewaltig. Durch das große Schrammtor kommen wir auf den Promenadenweg und weiter über den Wildschützensteig, mit seinen Leitern und Treppen, zur Schrammsteinaussicht auf 417 m. Leider hatte sich Dunst breit gemacht, so dass die Sicht ins Elbtal nicht möglich war. Also zogen wir weiter zum großen Winterberg mit 556 m die höchste Erhebung der sächsischen Schweiz. Eine kurze Rast wurde eingelegt, bevor es am kleinen Winterberg vorbei zur Lichtenhainer Mühle geht.

1852/53 wollten die Bewohner des Kinitzschtales auch einen Wasserfall ihr Eigen nennen. Also baute man direkt oberhalb der Lichtenhainer Mühle einen „beweglichen“ Staudamm. Heute wird die Öffnung jede halbe Stunde betätigt, so dass sich bei musikalischer Ankündigung die Fotografen um das zu erwartende Highlight drängen. Mit wildem Rauschen ergießt sich das Wasser in die Kirnitzsch.

 

Ein Märchen aus Stein, wird das Elbsandsteingebirge genannt. Mit seinen gewaltigen steinernen Platten, seinen Felstürmen, Höhlen und tiefen, steil abfallenden Schluchten, bleibt es für mich ein Highlight in der deutschen Mittelgebirgslandschaft.

 

Heinz Braun

Wanderleiter

 

No Altitude
Trackstatistik: 
0.00Km

Standort

Standort:
Sächsische Schweiz
Deutschland
50° 55' 13.422" N, 14° 8' 36.456" E