Kühne Klettersteige im Rätikon vermitteln "Dolomiten-Feeling"


Untertitel: 
12.08.2012 - 18.08.2012

Tourenbericht " Kühne Klettersteige im Rätikon "

Am Sonntag, den 12. August , traf sich die Gruppe in Latschau am Stausee um gemeinsam die Wanderung zur Lindauer Hütte anzutreten. Die Lindauer Hütte, sie liegt auf 1744m über n.N und hat einen wunderschönen Alpengarten, war Ausgangspunkt für unsere ersten Klettersteige in dieser Woche.

Da für Dienstag schlechteres Wetter angesagt war beschloß die Gruppe 2 Klettersteige am ersten Tag zu begehen. Montag Morgen um 7:15 Uhr war Aufbruch. Um unser erstes Ziel, die Sulzfluh , zu erreichen mußte eine 3,5 stündige Wanderung in Angriff genommen werden. Vorbei an den drei Türmen, der ehemaligen Zollwachhütte,hinauf zum Drusentor auf 2343m und hinunter zur Carschinahütte auf 2235m. Von hier aus hatten wir noch einen leichten Anstieg bis zum Einstieg Sulzfluh- Klettersteig.

Sulzfluh

 

Die 500 Höhenmeter mit der Bewertung C/D waren von uns in 2Std. durchstiegen.Um unseren Zeitplan nicht zu gefährden ging es nach einer kleiner Verschnaufpause und Stärkung gleich weiter hinab zum " Ausstieg " Klettersteig-Gauerblickhöhle, denn diesen Steig sind wir hinab und nicht, wie üblich, hinauf gegangen.Von 2480m ging es hinunter auf 2300m, im Schwierigkeitsgrad C/D, um dann die Gauerblickhöhle ( Länge ca 150m ) mit Stirnlampen zu durchqueren.

Ausgang Gauerblickhöhle

 

Wieder im Tageslicht angekommen waren noch 150m im Rückwärtsgang abzusteigen. Nun war es doch schon spät geworden und um noch Abendbrot zu bekommen war Eile angesagt.Die letzten Kilometer zur Hütte ging es durch den Porzalengawald und nach 12.5 km Weg und 11Std waren wir endlich wieder am Ausgangspunkt.

Für Dienstag war der Klettersteig Blodigrinne am  Drusenfluh angesagt, also 6:30 Frühstück und 7:30 Aufbruch. Die Drusenfluh liegt unweit von der Hütte und hat zwei Zustiegsmöglichkeiten.

Variante 1: Einfach und normal                        Variante 2: Schwierig, entlang der Schotterrinne.

Wir wählten Variante 2. Nach mühsamen Aufstieg zum Einstieg kurze Verschnaufpause und los ging es.Der Steig hat eine Höhe von 717m , Schwierigkeit A-D und Abstieg ist gleich wie Aufstieg.

Am Mittwoch stand der Hüttenwechsel  zur Heinrich Hueter Hütte an. 12,5 km Weg und 5 Std. Gehzeit mit schwerem Rucksack hatten wir, bei sehr schönem Wetter, vor der Brust. Hinauf ging es zum Öfapaß ( 2291m ) , hinunter zum Schweizer Tor ( 2137m ) vorbei an der Zalunda-Alpe ( 1824m ) und runter bis zum Alpengasthof Rellstal ( 1490m ).Nun noch der einstündige Anstieg zur Heinrich Hueter Hütte auf 1766m.

Der Donnerstag machte uns einen Strich durch unsere Planung, es regnete, also kein Klettersteig Wetter. Ab Mittag vertrieben wir uns die Zeit mit diversen Wanderungen.

Freitag dann wieder Bilderbuchwetter, 7 Uhr Frühstück und 8 Uhr Aufbruch zum Saulakopf Klettersteig.Der Anstieg war kurz, so das wir um 9 Uhr schon im Steig waren. Die Schlüsselstelle D/E gleich am Einstieg wurde von allen gut gemeistert. Danach war es  Genuß- Klettersteig gehen. Die 380 Höhenmeter schafften wir in 2 Std. Oben angekommen wurden wir mit einem fantastischem Weitblick belohnt.

Saulakopfklettersteig

 

In dem Bewußtsein, daß das unsere letzte Tour war, stiegen wir etwas betrübt zur Heinrich Hueter Hütte wieder ab. Am Samstag Morgen war noch einmal Eile angesagt, denn der Bus, mit dem wir nach Vandans fahren möchten, fährt schon um 8:30 vom Gasthof Rellstal ab. In Vandans angekommen noch mit der Golmerbahn rauf nach Latschau und dort schließt sich der Kreis.

Fazit: Gut geplante Tour ( danke Hubert ), gutes Wetter, prima Hütten und eine tolle Truppe.

 

Von

Klaus und Monika

No Altitude
Trackstatistik: 
0.00Km