Der Schluchtensteig im Südschwarzwald


Untertitel: 
8. - 15. September 2013

Eine wild-romantische Wanderung auf dem Schluchtensteig mit felsigen Passagen und tiefen Schluchten im Naturpark Südschwarzwald.

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Der Schluchtensteig im September 2013

Von unserer Wirtin in Stühlingen erhielten wir den Tipp, nicht durch die schmale Hauptstraße des Ortes zum Einstieg in den Schluchtensteig zu gehen, sondern am Kloster vorbei. Wir - 11noch rüstige Wandersleut – haben diesen Weg gewählt und das erste "high light" (die offenherzige Western-Lady) nicht verpasst. Der Weg führt uns am Ufer der Wutach entlang, gönnt uns einen Blick auf die farbenfrohe Fassade einer Lagerhalle und bringt uns dann zum Museumsbahnhof der Sauschwänzle­bahn. Oft führt uns der Weg auf schattigen und schmalen Waldwegen unserem Etappenziel entgegen. Das Wutachviadukt ist ein weiteres "high light" auf dieser Etappe. Über die Otilienhöhe (807 m) erreichen wir den Buchbergsturz und genießen einen herrlichen Ausblick in die Umgebung.

Am nächsten Tag steigen wir über eine Leiter hinab und haben nach kurzem die Schleifenbachwasserfälle erreicht; auch ein "high light".
 

Nun beginnt der "7 Brücken-Weg" oder waren es doch acht? Er führt uns durch Feld, Wald und Wiesen, mal nahe der Wutach, mal weiter entfernt, doch immer führt eine Brücke über die Wutach.
Hinter Achdorf treffen wir auf eine Einkehrstätte für "Jakobs-Weg" Pilger, und später stehen wir an der Mündung der Gauchach in die Wutach.
Felsige Passagen sind auf der Strecke gut gesichert und dennoch ist bei Regen und Nässe Vorsicht geboten. Denn Wurzeln im Wald und steiniger Fels sind oft rutschig.
In der Schurhammerhütte machen wir Rast. Hier treffen wir auf manch anderen Wan­derer und neben "deutsch" und "schwäbisch" ist auch "englisch" und "französisch" gefragt.

Der Weiterweg führt wieder an steilen Felswänden (weitere "high lights") vorbei und gibt den Blick frei auf die in der Tiefe fließende Wutach. Eine stark verfallene Kapelle läßt uns kurz verweilen und obwohl vor Einsturzgefahr gewarnt wird, riskieren wir einen Blick ins Innere. Einzelne von uns kaufen hier den Wutachtaler Tubenentleerer (praktisch für Plastiktuben).
 

Am späteren Nachmittag erreichen wir die Schattenmühl, "high lights" (zumindest für einige Männer) sind hier drei Serviererinnen mit ihren Bollenhüten.

Der nächste Tag führt uns zunächst zum Räuberschlössle und später zu einer über­dachten Holzbrücke (Stallegerbrücke), vorbei an Wasserfällen im stetigen auf und ab. Eine weitere Brücke führt uns über den Rötenbach. Schattige Waldwege wechseln mit Steigen, die mit Trittstufen und Seilsicherungen am Fels entlang führen. Später erreichen wir "Hölllochfelsen" und genießen einen herrlichen Blick auf die in der Tiefe dahin rauschende Haslach (auch ein "high light").

Auf geht's am nächsten Tag Richtung Schluchsee. Vorbei an grasenden Rindern, - fast der Eindruck einer Alm –, die ersten typischen Schwarzwald-Häuser kommen in Sicht und schon umrunden wir die Nordspitze des Schluchsees. Für eine Bootsfahrt ist es zu kühl und auch zu regnerisch. Wir ziehen weiter und während wir noch eine 52 m hohe Tanne bewundern und uns über dies und das unterhalten steht SIE plötzlich unter uns, die kleine nette Schluchtensteig-Fee, in ihrem grünen Outfit mit langem moosigem Bart (ein besonderes "high light"). Der kleine Wasserfall in der Windbergschlucht erinnert uns wieder daran dass wir auf dem Schluchtensteig sind. Wir erreichen St. Blasien besuchen den Dom (auch ein "high light") und übernachten in einer Villa.

Es geht dann weiter über große Weideflächen, oft auf schmalen Pfaden durch schattigen Wald und immer wieder mit herrlichen Ausblicken über die Höhen des Schwarzwaldes. Wir hören ein Traktorengeräuch und stehen kurz danach bei einem Holzarbeiter. Mit einer Maschine nimmt er die Holzstämme (schon auf Länge geschnitten) in die Zange und spaltet sie maschinell mit einem Keil bei einem Druck von fünf Tonnen in handliche Scheite.

Bald ist das Ibacher Kreuz erreicht. Die naturbelassene Hohwehraschlucht (ein weiteres "high light") verlangt schon etwas Vor- und Umsicht.

Am europäischen Jugendhaus (in Todtmoos) vorbei führt uns am nächsten Tag der Weg dem Endziel entgegen. Über schöne Pfade oft am Fels entlang und manchmal seilversichert ziehen wir unseren Weg.

Ein mit Felsblöcken garnierter, naturbelassener wild-romantischer Steig (ein besonderes "high light") führt mit zahlreichen kleineren und größeren Wasserfällen der Wehra ins Tal.

Auch der Abend bringt noch ein "high light". Im Nachbarraum feiert eine Hochzeitsgesellschaft, Robert setzt sich ans Klavier und spielt "Treulich geführt...". Wir speisen fürstlich, singen noch einige Lieder und lassen die Wanderung gemütlich ausklingen.

Fazit: der Schluchtensteig ist ein "high light" auch wenn man nicht weiß was morgen passiert.

PS Ein herzliches Danke schön an unseren Wanderleiter "Charly" ( Heinz Braun ) für die sicher mit viel Aufwand verbundene Vorbereitung und die gute Führung auf We­gen, Pfaden und Steigen in den Schluchten.

Hans Aldenkirchs
 

 

No Altitude
Trackstatistik: 
0.00Km

Standort

Standort:
Startpunkt Schluchtensteig Stühlingen
Deutschland
47° 44' 43.0008" N, 8° 26' 44.9988" E